28.11.2018, 16:11 Uhr

Respekt Gebirgsjäger erklettern in 24 Stunden 160.000 Höhenmeter: 20.000 Euro Spende für guten Zweck

(Foto: Pressestelle Gebirgsjägerbrigade)(Foto: Pressestelle Gebirgsjägerbrigade)

Beim 24 Stunden-Spendenklettern der Gebirgsjägerbrigade 23 und der DAV-Sektion Berchtesgaden wurden 11.571 Routen mit mehr als 160.000 Höhenmetern erklettert. Insgesamt wurden 20.000 Euro Spendengeld für gemeinnützige Zwecke erarbeitet.

BISCHOFSWIESEN Die Gebirgsjägerbrigade 23 veranstaltete in enger Zusammenarbeit mit der DAV- Sektion Berchtesgaden das 24-Stunden-Spendenklettern im Bergsteigerhaus Ganz in Bischofswiesen. Bei der siebten Auflage gingen fünf zivile und acht militärische Mannschaften mit insgesamt 274 Athleten, im Alter von 11 bis 68 Jahren, an den Start. Mit 11.571 erklommenen Routen meisterten sie dabei 162.228 Höhenmeter, „was der Strecke von Bischofswiesen in die Münchner Innenstadt entspricht“, betonte der Cheforganisator, Oberstleutnant Thomas Vogt.

Sportliche Höchstleistungen für den guten Zweck

Das Team der DAV-Sektion Berchtesgaden kam auch in diesem Jahr seiner Favoritenrolle nach und erklomm mit 1.201 Routen die meisten Höhenmeter, gefolgt vom Steuerbüro Schwab mit 1.051 Routen sowie den Mannschaften des Österreichischen Bundesheeres und dem Stab der Gebirgsjägerbrigade 23. Beide trennten beim Ausläuten nur vier Routen. Jede gekletterte Route wird mit mindestens einem Euro prämiert. Die Teams können selbst bestimmen, für welchen guten Zweck sie ihren Erlös einsetzen möchten. Das Österreichische Bundesheer nahm auf Einladung der Gebirgsjägerbrigade 23 erstmals mit einer gemischten Mannschaft aus verschiedenen Heeresverbänden teil und präsentierte sich sowohl im Spendenklettern, als auch in den Disziplinen des Kletterwettkampfs der Brigade von seiner besten Seite. In der Einzelwertung des Spendenkletterns erzielte Josef Pfnür mit 260 Routen, gefolgt von Christian Schlesener mit 240 und Lucas Heiduczek mit 232 Routen eine neue Bestleitung.

„Struber Jager“ dominieren Kletterwettkampf der Gebirgsjägerbrigade 23

Bereits am Vortag des 24-Stunden-Spendenkletterns ging es im „Bergsteigerhaus Ganz“ spannend zur Sache. Im Mannschaftswettbewerb der Gebirgsjägerbrigade 23 traten mehrere Militärmannschaften gegeneinander an, wobei sich die „Struber Jager“ vom Gebirgsjägerbataillon 232 im Speedklettern knapp gegen die Mannschaft des Österreichischen Bundesheeres durchsetzen konnte. Im Einzelwettbewerb ging es dann um Geschwindigkeit und Schwierigkeitsgrad. Hier gewann Major Peter Baumert vom Gebirgsjägerbataillon 232 die Militärklasse und Christian Schlesener entschied die Gästewertung für sich. Den Schülerwettkampf entschied das Gymnasium Berchtesgaden, vor den Teams des Karlsgymnasium Bad Reichenhall, zu seinen Gunsten. Unabhängig von der Platzierung war diese Disziplin ein „freudiges Aufeinandertreffen und ein Wettkampf auf Augenhöhe“, betonte die Betreuerin Judith Parma.

Ein Großer verabschiedet sich

Mit dem siebten 24-Stunden-Spendenklettern endet gleichzeitig eine Ära im Organisationsteam. Oberstleutnant Thomas Vogt, der von Beginn an das Spendenklettern initiierte und federführend gestaltete nutzte die Siegerehrung, um sich aus diesem Kreise zu verabschieden. Vogt wird 2019 in den verdienten Ruhestand gehen und nicht mehr als Leitender der Veranstaltung fungieren. „Ich bin schon ein bisschen wehmütig. Ihr seid großartig geklettert und habt in den vergangenen Jahren tolle Leistungen gezeigt. Aber jeder ist ersetzbar und das gilt auch für mich.“, stellte er noch einmal heraus. Alle Anwesenden quittierten seine emotionale Ansprache mit stehenden Ovationen. Das 24-Stunden-Spendenklettern wird auch im nächsten Jahr, dann unter neuer Leitung, wieder stattfinden. Der stellvertretende Brigadekommandeur, Oberst Stefan Leonhard, betonte, dass die Bundeswehr auch weiterhin eng mit dem DAV zusammenarbeiten wolle, um diese Veranstaltung zu erhalten.


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