24.07.2018, 11:47 Uhr

Glückwunsch Leichtathleten des Chiemgau-Gymnasiums als Landessieger zum Bundesfinale in Berlin

(Foto: privat)(Foto: privat)

Ein Traum, der mit dem Landessieg 2016 begonnen hatte und 2017 mit dem Vizetitel Konturen ange-nommen hatte, ist wahr geworden.

BAYREUTH/TRAUNSTEIN Nach den souveränen Siegen beim Kreisfinale in Trostberg und beim Bezirksfinale in Markt Schwaben starteten die Schulleichtathleten des Chiemgau-Gymnasiums ihre Zugfahrt zum Landesfinale in Bayreuth bereits am Vortag. So blieb den Betreuern Florian Blechinger und Reinhold Gruber viel Zeit zur Einstimmung auf den bisher wichtigsten Schulwettkampf der jun-gen Sporttalente: Bamberg, Alzenau, München und eben Traunstein lagen nach den Vorleis-tungen eng zusammen. Die Tagesform würde entscheiden, wer Bayerischer Schulmeister des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ werden würde und als Vertreter Bayerns im Sep-tember für fünf Tage zum Bundesfinale nach Berlin reisen dürfte.

Nervöse Anspannung kennzeichnete deshalb den Einstiegswettbewerb mit der 4kg-Kugel, bei dem Christoph Gruber (10.08m), Leon Birt (10.45m) und David Wunsch (10.48m) zwar hinter ihren Bestleistungen zurückblieben, aber mit Platz vier in der Teamwertung und nur 80 Punk-ten hinter den Konkurrenten sehr zufrieden sein durften. Den Rückstand in Grenzen halten sollte die 4x75m-Staffel auch ohne den Bayerischen Sprintmeister Johannes Wiesinger, der in den Einzeldisziplinen für das Team mehr Punkte holen konnte. Jakob Neuhauser wechselte nach starkem Start perfekt auf Christoph Gruber, der den Stab ohne Tempoverlust an den schnellen Kurvenläufer Tobias Drexlmeier weitergeben konnte. Schlussläufer Kilian Zeillinger übernahm knapp in Führung liegend und überlief Brust an Brust mit den Alzenauern, aber un-erwartet vor den Bambergern in neuer Schulrekordzeit von 35,76s die Ziellinie – ein perfektes Rennen zur richtigen Zeit. Nur 85 Punkte zurück – und jetzt kamen die starken ChG-Disziplinen. Der bayerische Weitsprungmeister 2018 Johannes Wiesinger, der seit Frühjahr 2017 in der LG Rupertiwinkel/Teisendorf von Mathias Reitschuh betreut wird, schockte zwei Tage nach seinem Titelgewinn mit 6.51m die Konkurrenz und übersegelte auch bei Gegen-wind in Bayreuth sicher die 6m-Marke (6.10m). Im direkten Anschluss gewann er den 75m-Lauf in starken 9.00s und im Hochsprung wuchtete sich der Tachinger mit nur fünf Schritten Anlauf auf die persönliche Bestleistung von 1.72m. Da aber die Bamberger im Sprint und be-sonders die Unterfranken aus Alzenau im Hochsprung stark auftraten, war es besonders wichtig, dass sich Kilian Zeilinger mit perfekter Technik über seine Bestleistung von 1.68m schlängelte, auch im Weitsprung auf 5.19m flog und Jakob Neuhauser mit der viertschnellsten 75m-Zeit (9.49s) glänzte. Vor dem Ballwurf hatten die ChG-Leichtathleten nun gut 100 Punkte Vorsprung.

Aber wie gewonnen, so zerronnen! Bis auf 65m flogen die 200gr-Bälle der Unter- und Ober-franken trotz Gegenwind, Balthasar Strähhuber (55m), Levin Schütz (51.50m) und Stefan Rieder (50m) konnten deshalb die Führung nur knapp verteidigen: noch 24 Punkte bzw. fünf Sekunden Vorsprung verblieben den starken ChG-800m-Läufern Balthasar Strähhuber, Tobias Drexlmeier und Severin Bächle. Von Beginn an folgten Balthasar und Tobias dem höllischen Anfangstempo eines Ottobeurer Läufers (400m in 62s!), während die Läufer aus Bamberg und Alzenau sehr früh zurück-fielen. Auch in der zweiten Runde blieben Tempo und Vorsprung gewaltig: Balthasar mit 2.13min und Tobias mit 2.16min durften neue persönliche Bestleistungen bejubeln.

Jubeln konnten dann alle bei der Siegerehrung: 7741 Punkte – die ChG-Leichtathleten sind Lan-dessieger und Vertreter Bayerns beim Bundesfinale in Berlin vom 23. bis 27. September. Ein Traum, der mit dem Landessieg 2016 begonnen hatte und 2017 mit dem Vizetitel Konturen angenommen hatte, ist wahr geworden.


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