06.06.2018, 09:33 Uhr

Pothole Rodeo quer durch den Balkan Team Bayerwald gibt bei Abenteuerrallye Vollgas


Rasende Autos über Schlaglöchern, aufgewirbelter Staub und die Rennluft, die einem um die Nase weht – so ein Youtube-Video vom Pothole Rodeo, einer Low-Budget-Rallye quer durch den Balkan, brachte Tobias Spitzenberger aus Schiltorn bei Plattling auf eine fixe Idee. Und aus dieser Idee wurde jetzt ein Wagnis.

DEGGENDORF/REGEN Gemeinsam mit seinen Freunden, dem 25-jährigen Stephansposchinger Christoph Maier und dem 34-jährigen Regener Michael Bauer, wagt Tobias Spitzenberger das Abenteuer. Die drei nehmen ab 8. Juli an der achttägigen Rallye teil. Elf Länder, 4000 Kilometer und die Suche nach den letzten Schlaglöchern Europas erwarten die Abenteurer, die bisher keinerlei Rallyeerfahrung gesammelt haben.

Insgesamt 250 Rallyeteams beteiligen sich an diesem Amateurwettbewerb, bei dem es nicht um Geschwindigkeit geht, sondern einzig und allein ums gemeinsame Durchkommen mit einem „Schrottauto“. Denn wer beim Pothole Rodeo startet, der darf nur in einem Auto Vollgas geben, das mindestens 20 Jahre alt ist und in der Anschaffung nicht mehr als 500 Euro gekostet hat. Das Rallyeteam Bayerwald hat diese Hausaufgaben schon gemacht. „Wir haben uns einen grünen Audi 80 gekauft, der 25 Jahre alt ist“, so Teamchef Christoph Maier. Ein Auto mit null Elektronik, keinem Schnickschnack und nicht einmal mit einer Klimaanlage. Ein paar kleine Reparaturen mussten die drei jungen Männer noch machen, doch jetzt ist der Wagen startklar.

Ihre Route führt sie in acht Tagen durch elf Länder. Wie und welche Straßen die Teilnehmer der Rallye benutzen, ist ihnen völlig frei überlassen. „Wir planen jetzt gerade unsere Strecke“, erzählt Christoph Maier von den Vorbereitungen. Und ganz klar, die Abenteurer suchen die Herausforderung: „Gutausgebaute Strecken werden wir meiden, es geht vor allem durch Schlaglochpisten!“ Am Ende jeder Etappe zählt nur, dass man durchkommt!

Die Fahrt durch den wohl abenteuerlichsten Teil Europas, den Balkan, bietet auch viel Abwechslung. Es geht über Passstraßen durch das Gebirge, an Küstenstraßen entlang, die Adria und das Schwarze Meer im Blick. Gestartet wird die Rallye in Graz in Österreich und endet im kroatischen Split.

Sollte unterwegs das Auto mal liegenbleiben, dann haben die drei Teammitglieder ein „Erste-Hilfe-Paket“ fürs Auto dabei. „Panzertape und Kabelbinder, damit kommt man bei so einem alten Auto schon ziemlich weit“, schmunzelt Christoph Maier. „Nur einen Getriebe- oder Motorschaden können wir nicht brauchen!“

Spenden für einen guten Zweck

Die drei jungen Männer machen aber nicht nur aus Spaß mit beim Pothole Rodeo. Sie wollen auch Spenden sammeln für den Kinderschutzbund. Wer das Rallyeteam Bayerwald also unterstützen möchte, der kann sich beim Teamchef Christoph Maier unter Tel. 0151/19690375 oder per Mail unter rallyeteam.bayerwald@gmail.com melden.

Einen bekannten Unterstützer hat das Team bereits: den FC Bayern München. „Die haben uns ein Fanpaket zur Verfügung gestellt. Diese Sachen versteigern wir im Fahrerlager unter allen Teilnehmern und spenden den Erlös“, sagt Christoph Maier.

Wer neugierig ist und die wilde Fahrt durch den Balkan bequem von zu Hause aus begleiten möchte, der kann das auf der Facebook-Seite (rallyeteambayerwald) des Teams machen. Hier gibt‘s in einem Renntagebuch exclusive News und Bilder.


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