29.10.2018, 10:54 Uhr

Spitzenspiel ... Wacker heiß aufs Duell im Grünwalder

Foto: ohmega1982/123RF (Foto: ohmega1982/123RF)Foto: ohmega1982/123RF (Foto: ohmega1982/123RF)

Schellenberg-Team am Montag um 20:15 Uhr beim Tabellenführer

BURGHAUSEN. Am letzten Vorrunden-Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern gastiert der SV Wacker Burghausen zum Spitzenspiel beim FC Bayern München II. Die Partie im altehrwürdigen „Grünwalder“ wird am Montag um 20:15 Uhr angepfiffen. SPORT1 überträgt das Spiel des Spitzenreiters gegen den Tabellenvierten live.

Drei Punkte trennen die Rivalen derzeit, wobei die kleinen Bayern zwei Spiele weniger ausgetragen haben. Zehn Siege bei drei Unentschieden und einer Niederlage in Rosenheim stehen bislang für die Mannschaft von Trainer Holger Seitz zu Buche, die Gäste reisen mit neun Siegen, ebenfalls drei Unentschieden, aber vier Niederlagen an. Die Favoritenrolle liegt ganz eindeutig beim Spitzenreiter. „Bayern hat wahnsinnige Qualität, da muss man höllisch aufpassen, dass man nicht unter die Räder kommt“, sagt Burghausens Trainer Wolfgang Schellenberg, der sich aber durchaus Chancen ausrechnet: „Andere Mannschaften haben ja schon gezeigt, dass auch Bayern verwundbar ist.“

Richtige Balance finden

Um beim Tabellenführer zumindest einen Punkt mitnehmen zu können, muss sich Wacker in der Defensive wieder stärker präsentieren als zuletzt beim 2:2 gegen Eichstätt. „Wir müssen auf jeden Fall wieder besser verteidigen, aber wir dürfen uns auch nicht 90 Minuten hinten reinstellen. Das geht mit Sicherheit nicht gut“, so Schellenberg. Seiner Meinung nach kommt es darauf an, die richtige Balance zu finden: „Wir müssen hinten sicher stehen, aber man muss die Bayern schon auch beschäftigen. Auf keinen Fall dürfen wir vor den Bayern in Ehrfurcht erstarren, denn dann geht der Schuss nach hinten los.“

Ob die Fernsehpräsenz seine Mannschaft hemmt oder motiviert, kann Schellenberg noch nicht richtig abschätzen: „Die Bayern sind den Medienrummel sicher besser gewöhnt als wir, aber wir haben es ja auch beim Fernsehspiel in Schalding gut gemacht. Wir freuen uns jedenfalls auf das Spiel. Es ist für die Jungs immer etwas Besonderes im Grünwalder Stadion zu spielen.“ Vielleicht das letzte Mal für längere Zeit, denn Schellenberg ist überzeugt, dass die Bayern den Titel holen. Ob’s dann in der Aufstiegsrelegation klappt, ist eine andere Frage.

Bilanz

Die Historie der Vergleiche reicht bis ins Jahr 1971, als sich beide Mannschaften in der Landesliga Süd gegenüberstanden. Auch zu Bayernliga-Zeiten gab es in der Saison 1993/94 zwei Duelle. Regelmäßige Aufeinandertreffen fanden dann in der Regionalliga Süd und in der 3. Liga statt. Insgesamt ist die Bilanz mit je zehn Siegen bei 16 Unentschieden ausgeglichen. In der vergangenen Spielzeit trafen Sascha Marinkovic (2) und Christoph Buchner beim 3:1-Heimsieg, im Grünwalder setzte es dann aber eine heftige 0:5-Schlappe für Wacker-

Personal

Kevin Hingerl kehrt nach seiner Gelb-Sperre wieder in die Mannschaft zurück und wird neben Kapitän Christoph Buchner als zweiter Innenverteidiger auflaufen. „Um diese Personalie muss man kein großes Geheimnis machen“, sagt Schellenberg, der auch wieder auf Lukas Aigner und Muhamed Subasic zurückgreifen kann: „Das eröffnet uns im Zentrum wieder mehr Möglichkeiten. Wie das dann taktisch aussieht, müssen wir abwarten.“ Zumal Marius Duhnke, der zwar trainieren konnte, nach einer leichten Grippe in dieser Woche nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. „Um diese Jahreszeit kann es ja mal ganz schnell gehen. Auf einmal fallen ein bis zwei Spieler wegen Krankheit aus. Da muss man sehen, wer fit und frisch ist“, weiß Schellenberg, der froh ist, dass sich sein Kader allmählich wieder regeneriert. Auch Daniel Hofstetter (Rücken) und Sascha Marinkovic (Bänderriss) steigen nächste Woche wieder ins Training ein. „Ob die beiden noch vor dem Winter eine Option sind, muss man abwarten“, so der Coach.

Trainingsgast Timo Gebhart hat nach seiner langen Verletzungspause das Programm der Woche fast vollständig mitmachen können, lediglich bei den Zweikämpfen hat sich der Ex-Löwe noch etwas zurückgenommen. Schellenberg: „Ich bin mir sicher, dass sich meine Jungs von ihm was abschauen können.“

Kader

Tor: 26 Flückiger, 1 Merz - Abwehr: 14 Wohlfahrt, 16 Pöllner, 19 Hingerl, 20 Kappacher, 21 Mankowski, 22 Coscun, 27 Nicklas, 31 Schulz, 34 Buchner - Mittelfeld und Angriff: 4 Aigner, 6 Bachschmid, 7 Winklbauer, 8 Subasic, 9 Duhnke, 17 Omelanowsky, 18 Wächter, 25 Richter, 28 Sztaf, 30 Stingl.

Schiedsrichter

Tobias Schultes (Betzigau)

Ausblick

Nach dem Montagabend-Kracher im Grünwalder geht es nächsten Samstag um 14 Uhr zum FC Ingolstadt II, der aktuell auf Rang zehn rangiert. Das nächste Heimspiel steigt am 10. November um 14 Uhr gegen den FC Pipinsried, der am Samstag dem FC Schweinfurt 05 die erste Niederlage beigebracht und das Team von Trainer Timo Wenzel sensationell mit 5:0 abgefieselt hat.


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