04.10.2018, 13:57 Uhr

Erfolg mit fadem Beigeschmack WM-Bronze für Altöttinger Kickboxer Eugen Ill

Eugen Ill, ein würdiger Repräsentant Deutschlands, entführte die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft der Kickboxer in Jesolo. (Foto: Walter TVA)Eugen Ill, ein würdiger Repräsentant Deutschlands, entführte die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft der Kickboxer in Jesolo. (Foto: Walter TVA)

Bisher größter Erfolg seiner Karriere - aber Wertung der Halbfinal-Kampfrichter gibt Anlass zu Kritik

ALTÖTTING/JESOLO. Die Anstrengungen und Entbehrungen der letzten Monate haben sich rentiert. Eugen Ill hat den Sprung auf das berühmte „Trepperl“ bei der Weltmeisterschaft der Kickboxer im italienischen Jesolo geschafft. Er startete in der Disziplin Vollkontakt der Junioren bis 63,5 kg (Halbweltergewicht). Dass er es nicht ins Finale geschafft hat, hat er dem fragwürdigen Urteil der Kampfrichter im Halbfinale zu verdanken.

Gegen an Gewicht und Größe sichtbar überlegene Gegner kämpfte sich der junge Altöttinger mit einem haushohen Punktesieg und einem klaren K.o. ins Halbfinale.

Im Kampf um den Einzug ins Finale traf der Altöttinger dann auf den Russen Anatolii Maksimov. Bis zu diesem Zeitpunkt gaben die jeweiligen Kampfgerichte wenig Anlass zur Kritik. Leider agierte die im Halbfinale eingesetzte Mannschaft wenig überzeugend. Es wurde weder angezählt, noch wurden die Kicks korrekt gezählt, die gegnerische Ecke wurde klar bevorzugt und so verwundert es nicht, dass der Kampfverlauf mit dem Urteil wenig zu tun hatte. Sieger wurde der Russe, der sich in der dritten Runde kaum mehr auf den Beinen halten konnte. Laut TVA monierten nach dem Kampf Vertreter von mehr als fünf anwesenden Nationen das Resultat, darunter auch der russische Trainer.

Nach der ersten Enttäuschung konnte sich Eugen Ill aber doch noch über den bisher größten Erfolg seiner Karriere freuen und ihn gebührend feiern.

Gerhard Johannes Walter, „Frontman“ der TVA-Kickboxer, lobte seinen Schützling für sein sportliches Verhalten nach dem krassen Fehlurteil: „Er hat wahre Größe gezeigt. Er ist ein echtes Vorbild für seine Generation und viele, auch schon ältere Sportler können durchaus von ihm lernen.“


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