20.08.2018, 09:33 Uhr

Unnötige Heimniederlage 20 schwache Minuten werden beim 1:2 bestraft

Sascha Marinkovic (rechts) freut sich über seinen ersten Saisontreffer, am Ende gab esw aber keine Punkte. (Foto: Butzhammer )Sascha Marinkovic (rechts) freut sich über seinen ersten Saisontreffer, am Ende gab esw aber keine Punkte. (Foto: Butzhammer )

Nach der Auswärtsniederlage in Garching hat es den SV Wacker Burghausen jetzt auch daheim erwischt: Am Freitag setzte es mit dem 1:2 gegen Viktoria Aschaffenburg die erste Heimpleite, die im Wesentlichen auf 20 schwache Minuten nach dem Führungstreffer von Sascha Marinkovic zurückzuführen ist. Nach fünf Siegen am Stück, jetzt zwei Niederlagen in Folge.

BURGHAUSEN „Wir haben gut begonnen, waren dann aber nach dem 1:0 nicht mehr bereit die nötige Laufarbeit zu leisten. Deswegen haben wir da den Zugriff verloren“, erkannte Wolfgang Schellenberg, dessen Team gut loslegte und nach Möglichkeiten von Marinkovic (3.), Lukas Aigner (7.) und Felix Bachschmid (13.) schon früher den ersten Treffer hätte erzielen können. „Beim 1:0 leisten wir uns einen dummen Fehler im Spielaufbau. Danach haben wir aber eine sensationelle Reaktion gezeigt“, kommentierte Gästetrainer Jochen Seitz den Führungstreffer von Marinkovic, der einen tollen Sololauf startete, SVA-Kapitän Simon Schmidt ganz alt aussehen ließ und dann flach versenkte (17,).

Marinkovic der Gewinner

In seinem ersten Saisonspiel von Anfang an konnte Marinkovic viele Akzente setzen und darf sich trotz der Niederlage zu den Gewinnern des Abends zählen. Der 25-Jährige hatte viele feine Einzelszenen, war stets anspielbar und setzte auch die Mitspieler gut in Szene. „Sascha hat es wirklich gut gemacht und hat auch in kämpferischer Hinsicht immer wieder Akzente gesetzt. Er ist jetzt wieder voll auf der Höhe“, urteilte Schellenberg, während sich der lange verletzte Angreifer bescheiden gab: „Allmählich wird es wieder.“

Nur eine Minute nach dem Führungstreffer hätte Marius Duhnke nachlegen können scheiterte aber Keeper Peter Neuberger, eigentlich die Nummer zwei SVA, aber am Freitag in überragender Nummer-Eins-Form. „Wir hatten heute einen sehr, sehr guten Torhüter“, wusste auch Seitz, warum sein Team am Ende die lange Heimreise mit drei Punkten antreten durfte.

Ausgleich verpasst

Während Marinkovic nach einer starken Aktion den Ball über den Kasten lupfte (26.), krachte es auf der anderen Seite nach einem feinen Chip von Philipp Beinenz über die Wacker-Abwehr, so dass Pasqual Verkamp fünf Meter vor Franco Flückinger keine Mühe hatte (29.). Beinenz war es auch zehn Minuten später, der eine Ecke nach einem von Flückiger abgewehrten Freistoß perfekt für Luca Dahn ins Zentrum brachte, so dass der Innenverteidiger aus wenigen Metern einköpfen konnte. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs hatten Marinkovic und Bachschmid noch die Monsterchance auf den Ausgleich, scheiterten aber Neuberger und der vielbeinigen Abwehr der Gäste. „Wenn wir da den Ausgleich machen, läuft die Partie mit Sicherheit anders“, ärgerte sich Schellenberg.

Nach der Pause mühte sich Burghausen redlich, hatte auch viele Möglichkeiten durch Kapitän Christoph Buchner (47.), Bachschmid, der einmal einen Konter etwas überhastet abschloss (48.) und einmal aufs Netz köpfte (55.), Duhnke (60.) und durch den eingewechselten Thomas Winklbauer (78.), der aus wenigen Metern in Neuberger seinen Meister fand. Aschaffenburg vergab auf der anderen Seite einige vielversprechende Konter, ehe Buchner und Aigner mit gefährlichen Distanzschüssen in der Schlussphase Pech hatten.

Analyse

20 Minuten haben der Viktoria zum Sieg gereicht. Nach dem Führungstreffer hat Schellenberg eine Umstellung auf ein 4-4-2 angeordnet, um kompakter gegen den Ball arbeiten zu können. Doch die Aschaffenburger kamen immer wieder in die Räume, flankten gefährlich über die Abwehr und erzielten so den Ausgleichstreffer. Schellenberg: „Wir haben die Räume einfach nicht zu bekommen und haben dann bei der Ecke zum 1:2 nicht gut ausgesehen. Chancen, um das Spiel zu drehen, waren dann aber genug da.“

Statistik

SV Wacker: 26 Flückiger - 31 Schulz, 19 Hingerl, 34 Buchner, 27 Nicklas - 4 Aigner - 18 Wächter, 8 Subasic - 9 Duhnke, 10 Marinkovic, 6 Bachschmid.

Bank: 39 Mayer (ET), 7 Winklbauer, 16 Pöllner, 17 Omelanowsky, 23 Muteba, 29 Holek, 30 Micheli.

Wechsel: 73. Winklbauer für Marinkovic, 77. Holek für Bachschmid, 80. Omelanowsky für Duhnke

Tore: 1:0 Marinkovic (17.), 1:1 Verkamp (29.), 1:2 Dähn (39.)

Schiedsrichter: Wittmann (Wendelskirchen)

Zuschauer: 931 in der Wacker-Arena

Gelb: - / Toch, Harrer

Ausblick

Wacker kann die Niederlage gegen Aschaffenburg gleich am Dienstag mit einem Sieg am Dienstag im Totopokal wieder vergessen machen. Burghausen gastiert in der 2. Runde um 19 Uhr beim Landesligisten SV Erlbach. In der Regionalliga Bayern steht am Samstag, 25. August das Auswärtsspiel beim FC Augsburg II auf dem Programm, das um 14 Uhr angepfiffen wird. Das nächste Heimspiel ist dann das Derby gegen den TSV Buchbach am Samstag, 1. September um 14 Uhr.


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