28.03.2018, 10:00 Uhr

Jeder Kilometer zählt Hintern aus Stahl: 40 Rennradler und 1.060 Kilometer in nur 40 Stunden


Radeln und helfen – nonstop strampeln für hilfsbedürftige Kinder.

GARCHING. Nach dem Motto: „Jeder Kilometer zählt“, wollen 40 Rennradler im Juni 1.060 Kilometer von Flensburg nach Oberwössen radeln. Und weil das noch nicht genug der Strapazen ist, wollen sie die Strecke in nur 40 Stunden hinter sich bringen! Die müssen komplett verrückt sein, möchte man meinen. Doch der Verein „radeln und helfen e.V.“ aus Garching hat sich schon mit seinen 24-Stunden-Rennen in Engelsberg einen Namen gemacht und auch bei der Nonstop-Benefiz-Tour „Rund um Oberbayern“ im Jahr 2017 eisernes Durchhaltevermögen gezeigt.

Der Name ist Programm, bei der Benefizradtour des mildtätigen Fördervereins „radeln und helfen“ geht es darum, mit Radfahren Geld zu sammeln und damit zu helfen. Bei jeder Veranstaltung müssen die Teilnehmer mit eigenen Paten „Kilometergeld“ sammeln. Unterstützt werden mit dem erradelten Geld ausschließlich Kinderhilfsprojekte.

Das 1.060 Kilometer lange Strampeln vom hohen Norden bis an die österreichische Grenze wird nur mit Muskelkraft bewältigt. Die Regeln sind hart: Die Fahrer müssen einen Schnitt von rund 29 Stundenkilometern (!) einhalten.

Los geht´s um 4.30 Uhr in der Früh am Donnerstag, 21. Juni, in Flensburg. Die 40 Startplätze wurden im November 2017 ausgeschrieben, die Bewerber haben nach Einschätzung ihrer Leistungsfähigkeit den Zuschlag bekommen.

Erst an Tag 4, am Sonntagmorgen, nach der Fahrt durch die Nacht, werden in Waldsassen, bei einer etwas längeren Frühstückspause nochmals die Kräfte für die letzten 350 Kilometer, den „Endspurt“ nach Oberwössen (bei Reit im Winkl) gesammelt. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Tross nach 40 Stunden am Sonntagabend sein Ziel erreichen. Begleitet werden die 40 Radler auf ihrer langen Tour von mehreren Begleitfahrzeugen mit Anhängern, die für Verpflegung und Ersatzmaterial zur Verfügung stehen. Sie stehen aber auch bereit, falls ein Fahrer Probleme bekommt.

Keiner weiß, wie es ihm während der 40 Stunden ergehen wird. Vor allem in der Nacht kann die Müdigkeit ein Problem sein. Auch der Energieverbrauch ist fast unvorstellbar. Über 20.000 Kalorien werden auf der Gesamtstrecke pro Fahrer verbraucht. Diese verbrauchte Energie muss natürlich ständig zurückgeführt werden. In den Begleitfahrzeugen werden dafür insgesamt 800 Liter Wasser, 2.000 Energieriegel und 50 Kilogramm Bananen transportiert. Am Zielort in Oberwössen wird ab Sonntagmittag eine Benefizparty starten. Die Freiwillige Feuerwehr organisiert das Fest für diesen guten Zweck. Mit Livebands, gespendetem Essen und Trinken wird für Stimmung gesorgt. Auf der Bühne berichtet ein Moderator live von der Strecke. Am Abend wird den Radlern ein gebührender Empfang beschert. Wie lange diese dann die Kraft zum Feiern haben wird sich zeigen.

Der Verein „radeln und helfen e.V.“ wurde 2012 gegründet. Zweck des Vereins ist die Förderung des Radsports und die Unterstützung von benachteiligten, gehandicapten und anderweitig hilfsbedürftigen Kindern. Der mildtätige Verein sammelt Geld durch Gewinnung von Sponsoren, Durchführung von Radsportveranstaltungen und Spendenaktionen.

Alle Spenden und sämtliche Einnahmen rund um die Veranstaltung werden bei einer offiziellen Spendenübergabe zu 100 Prozent an ausgewählte Einrichtungen weitergegeben. So kann jeder Euro das Leben eines Kindes ein Stück verbessern.

Viele weitere Details zum Verein findet Ihr im Internet unter www.radelnundhelfen.de.


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