Nationalpark

Baumkronenpfad Hainich: Reizvoller Blick auf Laubwald

04.08.2022 | Stand 16.08.2022, 14:48 Uhr

Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich - Der rund 500 Meter lange Weg führt auf bis zu 44 Metern Höhe entlang den Wipfeln von Laubbäumen wie Buchen, Eschen und Ahorn. - Foto: Martin Schutt/dpa

Der Nationalpark Hainich gilt als das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet in Deutschland. Besonders reizvoll darauf ist ein Blick vom Baumkronenpfad.

Im Nationalpark Hainich in Nordwestthüringen haben in diesem Jahr bislang mehr als 68.000 Menschen eine Tour auf dem dortigen Baumkronenpfad unternommen. Nach den pandemiebedingten Einschränkungen sei vor allem der Juni ein sehr guter Monat gewesen, sagte Betriebsleiter Michael Zilling auf Anfrage.

Deutlich schlechter hingegen sag es demnach im Juli aus. Hier hat nach seinen Beobachtungen nicht zuletzt die große Hitze dafür gesorgt, dass es der schlechteste Juli in der Besucherbilanz des Pfades überhaupt war. Der rund 500 Meter lange Weg - eine Art Laufsteg - führt auf bis zu 44 Metern Höhe entlang der Wipfel von Laubbäumen wie Buchen, Eschen und Ahorn.

Bäume trotzen der Trockenheit

Die Bäume trotzen nach Beobachtungen Zillings aktuell noch der Trockenheit. Zwar zeigten sich an einzelnen Baumkronen gewisse Trockenschäden, aber die Auswirkungen der Trockenheit seien «noch nicht so extrem» zu spüren wie im stark betroffenen Westteil des Nationalparks. Der Baumkronenpfad liegt im Ostteil. Die Bäume zu bewässern ist Zilling zufolge nicht möglich. Grund: Eingriffe in die Natur seien im Nationalpark ganz bewusst nicht gewünscht, und auch künstliche Bewässerung sei ein Eingriff in die Natur.

Der Baumkronenpfad wurde 2005 eröffnet und zählte seitdem jährlich zwischen 130.000 und 170.000 Besucher. Der Hainich im Nordwesten Thüringens gilt mit 130 Quadratkilometern Fläche als das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet in Deutschland. Der 1997 ausgewiesene Nationalpark umfasst etwa die Hälfte des Hainichs. Aktuell wird in der Region die künftige Entwicklung des Nationalparks diskutiert. Dazu können Anrainer, Gemeinden, Verbände und alle Interessierten noch bis zum 30. September Vorschläge für den Nationalparkplan einreichen, wie das Thüringer Umweltministerium mitteilte.

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