Wie der GlüStV das Geschäft mit Online Slots einschränkt

27.09.2021

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Schon seit dem Herbst vergangen Jahres bewegt sich in der Glücksspielbranche einiges. Der langersehnte Umbruch in Sachen Liberalisierung und Lizenzierung ist nun schon bereits zum Teil eingetreten, da bereits seit dem 15. Oktober 2020 die Übergangsregelung bezogen auf den Glücksspielstaatsvertrag, der im Juli 2021 in Kraft tritt, gilt.

Nun sind die deutschen Online Casinos endlich legal, auf onlinecasinosdeutschland.com findet man die besten Online Slots Casinos. Doch wie immer hat auch hier die Medaille eine zweite Seite. Und die sieht für die Online Casino Betreiber und gleichermaßen für die Spieler nicht unbedingt sehr erfreulich aus. Genau genommen sorgen hier einige Regelungen für massiven Unmut und absolutes Unverständnis.

Die neuen Limits könnten schwerwiegende Folgen haben

Für die Besucher von Online Casinos hat sich seit dem Inkrafttreten der Übergangsregelung bezüglich der Limits vieles geändert. Bereits aktuell gelten die neuen Regelungen und sie betreffen unter anderem das monatliche Einzahlungslimit von maximal 1000 Euro.

Hinzu gesellt sich hier aber noch die neue 1 Euro Einsatzregel. Diese beiden Neuregelungen sorgen unter den Spielern für erheblichen Unmut. Allerdings sind auch die Online Betreiber selbst in einem hohen Maß von diesen Maßnahmen betroffen.

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt sind die neuen Regelungen in den Online Casinos umgesetzt. Das bedeutet, dass man ab sofort für jeden Spin nur noch maximal einen Euro einsetzen darf. Hier sieht ein großer Teil der Spieler erhebliche Einschränkungen, die sich in vorderster Front im Unterhaltungswert an den Tischen sowie an den Spielautomaten auswirken.

Das Hauptargument der Spieler liegt vor allem darin, dass sie sich persönlich sehr stark in ihrer Konsumfreiheit eingeschränkt fühlen. Grund genug für nicht wenige Spieler, sich gerade aktuell nach anderen Alternativen umzusehen.

Schnell wird bei einem Blick auf die 1000 Euro Einzahlungslimit klar, was die Spieler hier so extrem ärgerlich macht. Die Regelung besagt, dass ein Spieler maximal 1000 Euro innerhalb eines Monats auf sein Spielerkonto einzahlen darf. Ist die Summe erreicht, dann ist ultimativ und unwiderruflich Schluss.

Möglicherweise mögen Nichtkenner der Spielerszene nun meinen, wo hier überhaupt das Problem liegt, schließlich handelt es sich ja immerhin um eine stattliche Summe, die man monatlich auf sein Konto einzahlen darf. Ja, das mag im ersten Moment wohl so erscheinen, doch ein Blick hinter die Kulissen wird die Problematik schnell klar machen.

Nicht selten erleben Spieler eine nicht unerhebliche Glückssträhne. Wenn ein solcher Spieler beispielsweise eine solche Glückssträhne hat und möchte diese vielleicht bei einem anderen Anbieter versuchen fortzusetzen, dann ist ihm das vollkommen unmöglich, falls er in diesem Monat bereits die maximale Summe von 1000 Euro auf einem Spielerkonto verbucht hat. Der Ärger und vor allem das Unverständnis ist aber vor allem deswegen so groß, weil es hier überhaupt keine Rolle spielt, ob der Spieler nur Gewinne erzielt hat.

Noch mehr Wut löst aber die Tatsache auf, dass auch die persönlichen Einkommensverhältnisse hier ebenfalls keine Berücksichtigung finden. Somit fühlen sich hier viele Spieler nahezu entmündigt. Dass diese Regelung natürlich auch sehr nachteilig für die Online Casino Betreiber ist, liegt auf der Hand. Potenziell spielwilligen Kunden ist hier jegliche Möglichkeit genommen, ihre Einzahlung zu tätigen. Diesen Verlust bemerken die Betreiber natürlich auch.

Bei der 1 Euro Einsatz Regel kann es bei Unkundigen ebenfalls schnell dazu kommen, dass sie nicht erkennen können, was daran denn nun so schlimm sein soll, wo man die Slot Spiele doch oftmals auch mit nur 10 oder 20 Cent spielen kann.

Diese Gruppe ist auch wohl eher weniger betroffen. Doch es gibt hier natürlich auch die absoluten Profis, die sogenannten High-Roller, die darüber hinaus auch noch ein großes Publikum haben, das ihnen gerne bei ihrem Spiel dank Streaming zuschaut. Sie spielen naturgemäß mit wirklich hohen Einsätzen, genau das macht ihr Spiel letztlich aus.

Nun aber ist ihnen jegliche Möglichkeit für diese Art des Spiels genommen. Sie brauchen das Spiel überhaupt nicht mehr zu beginnen, da es ist ihnen nun absolut unmöglich gemacht wurde, mit den für sie üblichen Summen zu spielen.

Doch diese Regelung trifft die Online Casino Betreiber im gleichen Maße. Oft handelt es sich um ein Stammpublikum, dem sie nun überhaupt nicht mehr die notwendige Plattform anbieten können. Das bedeutet im Fall der 1 Euro Einsatz Regel ein komplettes Aus für beide Seiten. Das Resultat für die Betreiber sind entsprechende Verluste, die sie auf Grund des neuen GlüStV nun in Kauf nehmen müssen.

Die Einschränkungen der Online Slots und ihre möglichen Folgen

Neben den bereits genannten Einschränkungen der Online Slots betreffend kommen noch weitere einschneidende Veränderungen auf die Online Casino Betreiber zu. Denn auch die geplanten Steuern auf die Einsätze der Kunden kann hier für viele Betreiber ein Auskriterium werden. Derzeit sieht der Gesetzentwurf vor, dass der Steuersatz für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker bei 5,3 % auf alle Spielereinsätze liegen soll.

Diese geplante Steuer hat nicht für die Online Casinos erhebliche Folgen, sondern wirkt sich gleichsam wiederum auf die Spieler aus. Die durchschnittliche Auszahlungsquote liegt durchschnittlich derzeit zwischen 94 und 98 %.

Beim geplanten zukünftigen Steuersatz von 5,3 % hat das natürlich zur Folge, dass die Auszahlungsquote deutlich unter 94,7 % liegen muss, um einen unmittelbaren Verlust der Casinos zu vermeiden.

Da die Casinos darüber hinaus aber auch noch Gewinne verbuchen müssen, damit sie geschäftsfähig und überlebensfähig bleiben, muss die Quote noch deutlicher gesenkt werden.

Hier genau ändert sich dann auch einiges für die Spieler, denn die sonst so überaus beliebten Spiele verlieren aufgrund der gesenkten Auszahlungsquote deutlich an Attraktivität.

Abwanderung scheint die Folge zu sein

Diese geplant Besteuerung wird ebenfalls vom Deutsche Sportwettenverband (DSWV) stark kritisiert, da man bereits schon jetzt eine Abwanderung von 54 % der Spieler verzeichnet, seitdem die die Übergangsregelung am 15. Oktober 2020 in Kraft getreten ist. Für viele Online Casinos könnte diese gesamten Regelungen im schlechten Fall sogar zum endgültigen Aus führen.

Zudem wird befürchtet, dass es nun zu einem starken Zuwachs des Schwarzmarktes kommen könnte, denn gerade den Casino Spielern, die schon immer und gerne mit hohen Einsätzen agiert haben, ist jegliche Grundlage entzogen worden. Kommen nun noch die gesenkte Auszahlungsquoten hinzu, ist eine Abwanderung der Stammspieler vermutlich kaum noch abzuwenden.