Was muss man beim Selbermischen von Liquids beachten?

11.11.2021
−Foto: unsplash.com

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So wie dem Meisterkoch die eigenen Gerichte stets am besten munden, bieten eigene Liquids dem Branchenkenner das grandioseste Geschmackserlebnis. Durch das Selbermischen von Liquids können sie sich ihre E-Zigaretten nach eigenem Gusto zusammenstellen und über das Aroma sowie das Mischverhältnis zwischen Propylenglykol (PG) und pflanzlichem Glyzerin (VG) bestimmen. Einige Hinweise sind vor der Eigenproduktion zu beachten. Wir zeigen, wie das geht, damit diese Prozedur künftig zum Selbstläufer wird.

Woraus besteht ein Liquid für E-Zigaretten?

Das Liquid setzt sich aus der Basis, dem Aroma und gegebenenfalls etwas Wasser zur Verdünnung zusammen. Nikotin kann, muss aber nicht, beigemengt werden.

Basisliquid

Die Basis des Liquids besteht aus den erwähnten Stoffen PG und VG. PG dient als Geschmacksverstärker und sorgt für den Flash  – das mal geliebte und mal gehasste Kratzen im Hals nach einem Zug. VG ist zwar ebenfalls ein Geschmacksträger, besitzt aber einen süßlicheren Geschmack. Es ist von dickflüssigerer Konsistenz und für die Dampfentwicklung entscheidend. In der Regel werden PG und VG miteinander vermischt, doch auf dem Markt gibt es auch ein E Liquid mit VG Lösungsmittel, und zwar ausschließlich.

Aroma

Anders als bei herkömmlichen Zigaretten sind Aromen bei E-Zigaretten nicht verboten. Auf dem Markt gibt es deshalb ein üppiges Repertoire an Geschmacksrichtungen. Dampfer mögen vor allem die Aromen Schokolade, Kaffee, Kakao, Vanille, Zimt, Menthol, fruchtig, beerig und krautig. Daneben sind auch exotischere Geschmacksrichtungen wie Eisbonbon, Drachenfrucht und Kokosnuss möglich. Manche Hersteller legen sich hier richtig ins Zeug, um ihren Kunden ein spannendes Experimentierfeld zu bieten.

Auf Wunsch Nikotin

E-Liquids können mit oder ohne Nikotin gedampft werden. Wer E-Zigaretten mit Nikotin bevorzugt, benötigt beim Selbermischen sogenannte Nikotin-Shots und sollte bei der Herstellung Handschuhe tragen, weil Nikotin ein Kontaktgift ist, das über die Haut in den Organismus gelangen kann. Nikotin-Shots enthalten die Basis der Liquids, dem bereits das Nikotin beigemengt wurde.

Welche Werkzeuge werden benötigt?

Zur Grundausstattung von E-Liquids gehören Basis, Aromen und optional Nikotin-Shots. Die Inhaltsstoffe werden nun in Fläschchen gefüllt, wobei sich Flaschen mit der Größe von 10 ml, 30 ml und 50 ml anbieten. Etiketten sind hilfreich, um die Flaschen zu beschriften und voneinander unterscheiden zu können. Die Flaschen sind im Idealfall mit Pipetten ausgestattet, mit denen sich die Füllungen genauer dosieren lassen. Ein Schraubverschluss ist die sicherste Variante, um zu vermeiden, dass der Inhalt mit Sauerstoff in Berührung kommt.
Für den Mischvorgang werden wiederum Mixbecher, Spritzen und Kanülen benötigt. Die Umrechnung leisten Mischtabellen, die es als Online-Rechner auch im Internet gibt. Gummihandschuhe schützen vor dem Kontakt und eine Unterlage sowie Küchenpapier zum Aufwischen von verschütteter Flüssigkeit erleichtern die Arbeit.

Was ist beim Mischungsverhältnis zu beachten?

Die Basis kann ausgewogen aus denselben Anteilen von PG und VG bestehen. Wer die Eigenschaften eines der beiden Substanzen stärker betonen möchte, darf den Anteil des jeweiligen Stoffes erhöhen. Dominiert PG im Liquid, dann werden ein kräftiger Geschmack und der Flash stärker betont, wobei sich die Dampfentwicklung in Grenzen hält. Viel Dampf wird hingegen beim Konsum von E-Zigaretten bei Mischungen mit einem Übermaß von VG erzeugt. Die Zähflüssigkeit von VG verstärkt das Risiko eines trockenen Zuges. Dennoch wird Einsteigern zu einem stärkeren Verhältnis von VG geraten, um dem eher herben Charme eines Flashes auszuweichen.

Kann man das Liquid direkt nach Herstellung schon dampfen?

An der Frage, ob sich das Dampfen direkt nach der Herstellung schon lohnt, scheiden sich die Geister. Manche Kenner gehen nämlich davon aus, dass die Aromen eine gewisse Reifezeit benötigen, um ihren Geschmack vollständig zu entwickeln. Andere Kenner bestreiten wiederum einen solchen Veredelungsprozess durch Reifen. Möglicherweise hängt die Fähigkeit zum Reifen mit dem gewählten Aroma zusammen. Eine Hypothese ist deshalb, dass manche Aromen durchaus Reifungspotenziale besitzen und andere weniger bis gar nicht.