„Seriöse Online Casinos & wie man sie erkennt!“

06.05.2022
−Foto: Pexels

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Am 1. Juli 2021 ist ein neuer Glücksspielvertrag in Deutschland in Kraft getreten. Er soll den Online-Glücksspielmarkt regulieren. Dafür vergeben die 16 Bundesländer gemeinsam Glücksspiellizenzen.

Glücksspiel ist jetzt legal

Generell lässt sich zunächst feststellen, dass Glücksspiel nicht mehr verboten ist. Allerdings stellte sich schon vor dem neuen Staatsvertrag die Frage, ob ein Verbot vom Online-Glücksspiel durchsetzbar ist. In der Europäischen Union gilt die Freizügigkeit, die eine freie Nutzung aller Dienstleistungen in der Staatengemeinschaft beinhaltet.

Dies hatte Auswirkungen auf das deutsche Staatsmonopol beim Glücksspiel. Die Deutschen wanderten ab und spielten im europäischen Ausland. Länder wie Großbritannien, Zypern oder Malta vergeben großzügig Lizenzen und verdienen am Glücksspielmarkt mit.

In Deutschland ist das alles komplizierter. Das Staatsmonopol begründeten die Landesregierungen ja damit, Spieler vor der Spielsucht zu bewahren. Kritiker bemerkten hingegen zutreffend, dass der Staat mit der Spielsucht in den vergangenen Jahren viel Geld verdient hat. Der neue Staatsvertrag ist ein typisch deutscher Kompromiss. Das Online-Gaming wurde unter Bedingungen legalisiert, die für viele Anbieter und für die deutschen Spieler nicht akzeptabel sind.

Riesiges Angebot von seriösen Anbietern

Im Internet warten zahlreiche Online-Casinos auf ihre deutschen Kunden. Nicht alle Anbieter sind seriös. Wichtig ist eine Lizenz aus einem Land der Europäischen Union. Die besten Casinos sind unter bestonlinecasino.com zu finden.

Online-Casinos unter deutscher Lizenz gibt es nur in Schleswig-Holstein. Ob sich viele Online-Casinos in Deutschland registrieren lassen, ist nicht sicher. Die Bedingungen verbieten beispielsweise Tischspiele wie Blackjack oder Roulette. Die Anbieter müssen verhindern, dass Spieler gleichzeitig bei mehreren Online-Casinos gleichzeitig spielen und dürfen zwischen sechs und 21 Uhr keine Eigenwerbung machen. Außerdem sind die Einsätze limitiert.

Für die Einhaltung der Bedingungen und die Lizenzierung wurde eine neue Behörde geschaffen, die in Sachsen-Anhalt ihren Sitz hat.

Welchen Vorteil hat eine deutsche Lizenz?

Für deutsche Spieler könnte eine solche Lizenz rechtliche Vorteile haben, schließlich kann jeder ein deutsches Unternehmen in Deutschland verklagen. Allerdings lassen sich auch europäische Anbieter von zu Hause aus verklagen. Die Frage ist nur, nach welchem Recht dann eigentlich der deutsche Richter urteilen soll. Aus dieser Sicht könnte bei Unstimmigkeiten eine deutsche Lizenzierung vorteilhaft sein.

Auf der anderen Seite kann eine deutsche Lizenz auch zu einem Nachteil werden. Für Online-Casinos geht es darum, in der EU sonst unübliche Einschränkungen des Angebots zu akzeptieren. Hier haben dann möglicherweise im Ausland lizenzierte Anbieter einen Vorteil.

Im Sportwetten-Bereich gibt es etwa 20 Anbieter mit einer deutschen Lizenz. Sie punkten mit diesem Siegel als seriöser, sicherer Anbieter. Ob allerdings eine Genehmigung aus Gibraltar oder Malta wirklich schlechter ist, dürfte eher bezweifelt werden können. Auch dort müssen die Anbieter strenge Regulierungsauflagen erfüllen. Sie werden allerdings nicht so stark in Ihrer Angebotspolitik reglementiert.

Bei Wettanbietern, die jenseits der deutschen Grenzen lizenziert sind, gibt es übrigens eine steuerliche Frage. Wettgewinne müssen mit fünf Prozent versteuert werden. Für die Abführung der Steuer sind die Wettanbieter verantwortlich. Anbieter ohne deutsche Lizenz fallen jedoch nicht in die Steuerhoheit der Bundesrepublik. Ist dies für Nutzer der Angebote ein Risiko? Bisher gibt es dafür keine Hinweise. Es gib zwar Anbieter, welche ihren Kunden die Steuern erlassen und diese aus ihren Gewinnen abführen.

Die deutschen Bundesländer haben sich bemüht, Klarheit ins Glücksspiel zu bringen. Es ist beim Bemühen geblieben. Wer die in der EU lizenzierten Angebote nutzt, bleibt rechtlich auf der sicheren Seite, denn hier gilt EU-Recht. Es steht über deutschem Recht, wie der Europäische Gerichtshof immer wieder feststellt.

Das steht im neuen deutschen Glücksspielvertrag

Die Bundesländer wollten mit dem Vertrag eine einheitliche Rechtsgrundlage in Deutschland schaffen. Besonders ging es um die Verhinderung von Betrug, Manipulation und Spielsucht. Diese Ziele unterscheiden sich von der Regulierung etwa in Malta nicht. Trotzdem ist die deutsche Regelung deutlich strenger ausgefallen als alles, was es bisher in Europa gab.

Wer in Deutschland eine Lizenz beantragt, muss ein Sozialkonzept vorlegen. Es muss Hilfe zur Vorbeugung und Bekämpfung von Spielsucht gewähren und verantwortungsvolles Spielen fördern. Außerdem wurden einheitliche Regeln zum Jugendschutz geschaffen.

Es gibt zahlreiche Restriktionen:

  • keine Tischspiele wie Baccara, Blackjack oder Roulette
  • keine Live-Spiele
  • Einzahlungslimit von 1.000 Euro
  • eine bundesweite Sperrdatei für Spieler
  • Unterbindung vom gleichzeitigen Spielen bei mehreren Anbietern
  • Spin-Einsätze dürfen einen Euro nicht übersteigen
  • regelmäßige Hinweise über Gewinne und Verluste
  • Spieler müssen sich für 24 Stunden selbst sperren können

Kritiker glauben, dass deutsche Spieler weiterhin auf Angebote außerhalb Deutschlands zugreifen. Besonders das Verbot für Live-Angebote macht das Spiel in Online-Casinos außerhalb Deutschlands weiterhin attraktiv.

Auf der andern Seite stehen die Skeptiker, die glauben, dass die neuen Möglichkeiten viel zu weit gehen. Sie argumentieren, dass mit dem leichteren Zugang zu Online-Casinos eine neue Generation Spielsüchtiger entstehen könnte.

Der Staat kann sich auf jeden Fall über einen schönen Nebeneffekt freuen: In Deutschland lizenzierte Unternehmen müssen hier ihre Gewinne versteuern. Der Markt ist riesig. Auf 16.3 Milliarden Euro wurde er 2019 geschätzt.

Der neue Glücksspielvertrag ist ein Spagat zwischen dem Ziel, Spielsucht zu verhindern und gleichzeitig Steuereinnahmen zu generieren. Ob der Kompromiss angenommen wird, entscheiden die Spieler, die weiterhin auch auf die Angebote aus der EU zurückgreifen können.