Was kann aus dem Lebenslauf raus?

31.05.2022
−Foto: UnSplash

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Insbesondere bei Ausschreibungen mit vielen Bewerbungen ist eine Grundregel des Lebenslaufs, besonders übersichtlich und eingängig zu zeigen, warum man zu dem Jobprofil passt. Dafür muss er prägnant und gut geordnet sein, statt so viele Qualifikationen wie möglich anzugeben, die aber nicht unbedingt zu der Stelle passen. Wie erkennen wir, welche Inhalte wir aus einem Lebenslauf streichen müssen, damit er für die Bewerbung auf einen spezifischen Job gut ankommt?

Vom Basis-Lebenslauf zu aussagekräftigen Anpassungen

Eine gute Bewerbung schreiben ist eine Kunst für sich. Online und in Kursen, wie denen der Arbeitsagentur, erhalten wir viele Hilfestellungen und Grundregeln für das Aussehen und die Inhalte eines guten Lebenslaufs. Das Gute daran ist, dass wir uns in der Regel nur einmal die Mühe machen müssen, wirklich jede dieser Vorgaben, speziell im Bereich der Gestaltung und Formatierungen, zu beachten.

Diese Vorgaben sind besonders hilfreich, wenn wir eine gute Basis an Bewerbungsunterlagen aufbauen wollen, an denen wir uns künftig für neue Bewerbungsschreiben orientieren können. Diese Templates können wir dann immer wieder nutzen. Dabei sind Webseiten wie https://www.cvmaker.de/ hilfreich, in die wir einzelne Angaben eintragen, die dann in ansprechende vorgefertigte Layouts eingefügt werden. So werden Anpassungen weniger aufwendig.

➔    Die beste Regel für einen guten Lebenslauf und Co. ist, dass sie nur dann richtig effektiv sind, wenn man nicht überall die gleichen Unterlagen einreicht, sondern sie spezifisch nach den Ausschreibungen und Profilen der einzelnen Unternehmen ausrichtet.  

Es müssen nicht nur die Inhalte und der Aufbau stimmen, sie müssen genau an das Jobprofil angepasst sein, auf das man sich bewirbt. Dabei unterscheiden sich die Vorgaben und Erwartungen von Branche zu Branche oder sogar unter verschiedenen Unternehmen in einem Bereich.

Der Vorteil von individuellen Unterlagen für jede Bewerbung

Dieser Aufwand, jede Bewerbung zu individualisieren, hat zwei große Vorteile.

  • Wir suggerieren Eignung: Wenn wir alle Angaben aus einem Lebenslauf streichen, die keine Aussage über die Qualifikation für einen spezifischen Job geben, stellen wir ganz destilliert klar, dass wir genau für diesen Job gemacht wurden.
  • Wir suggerieren Zugehörigkeit: Wenn wir uns an die Wortwahl, Farbgestaltung und Layout einer Ausschreibung und des Firmenprofils anpassen, suggeriert das bereits unterbewusst, dass wir in das Unternehmen passen.

Der individuelle Lebenslauf als Eintrittsticket

Insbesondere bei Stellen, auf die sich viele Bewerber:innen melden, muss die Personalabteilung bei der Bearbeitung Zeit sparen. Dafür lesen die verantwortlichen Personen häufig zuerst die übersichtlicheren Lebensläufe, statt direkt die langen Bewerbungsschreiben anzugehen.

Wenn sie im Lebenslauf bereits erkennen, dass die Person ungeeignet ist, wird die Bewerbung direkt aussortiert und wir erhalten nicht die Gelegenheit, mit dem Rest unserer Unterlagen zu glänzen. Wenn sie über den Lebenslauf scannen, ist es deshalb am besten, wenn sie nicht von unwichtigen Angaben abgelenkt werden.

Was sortieren wir für einen aussagekräftigen Lebenslauf aus?

Grundsätzlich gilt die Regel nur das anzugeben, was für den spezifischen Job, auf den wir uns bewerben, relevant ist. Deshalb müssen wir besonders dann Anpassungen durchführen, wenn wir uns auf unterschiedliche Stellen bewerben, deren Tätigkeitsbereiche sich unterscheiden.

Fachrelevante Ausbildung

Wenn wir uns auf eine Stelle als Finanzberater:in bewerben, ist die Angabe unserer Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau relevant. Angaben über die unbedingt notwendigen Qualifikationen, wie Abschlüsse, sind Pflicht. Schwieriger wird es zu erkennen, welche Zusatzqualifikationen geeignet sind.

Softskills und Zusatzqualifikationen

Besonders, wenn wir neu in den Arbeitsmarkt starten, oder nur wenig Arbeitserfahrung haben, ist es empfehlenswert, die wenigen Stationen durch geeignete Softskills, wie Stärken und Schwächen, zu ergänzen.

Wenn wir uns beispielsweise für einen sozialen Beruf bewerben, ist die Anmerkung von ehrenamtlichem Engagement und den Eigenschaften, die man dort entwickelt hat, wichtig. Als Gruppenleiter:in in einer Jugendgruppe lernt man Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein. Stärken, wie diese sind in vielen Arbeitsbereichen gefragt.

Wenn wir in unserer Jugend als Verkaufspersonal in einem Klamottengeschäft gearbeitet haben, macht das:

●    eine Aussage über unsere Arbeitswilligkeit,
●    dass wir Verkaufsgespräche führen können,
●    dass wir im Kontakt mit anderen Menschen geübt sind und
●    gut mit Konflikten umgehen können.

Die Angabe dieses Nebenjobs ist nur dann hilfreich, wenn diese Eigenschaften in der neuen Stelle gefragt sind. Das gilt insbesondere für branchenfremde Berufe. Bewerben wir uns als Restaurateur:in in einem Archiv, sind diese Qualifikationen weniger wichtig. Bei einer Bewerbung in einem Beerdigungsunternehmen können die Erfahrungen im Kundenkontakt und Stresssituationen durchaus gefragt sein.  

Spezifische Nachweise für die Eignung

Neben unserer regulären Ausbildung in dem passenden Fachbereich, hilft es auch Schwerpunkte anzugeben, die wir dort und in unserem Arbeitsalltag bereits hatten, wenn sie zu dem neuen Arbeitsfeld passen. Haben wir in unserem letzten Job freiwillig die Projektleitung einer Arbeitsgruppe übernommen, ist das eine geeignete Angabe für eine Bewerbung auf eine Führungsposition.

Waren wir in unserem letzten Job neben unseren Haupttätigkeiten dafür verantwortlich, Sicherheitsanweisungen durchzuführen, ist das eine hilfreiche Erwähnung für einen Arbeitsbereich, in dem wir Vorträge halten oder ein Auge auf arbeitsrechtliche Abläufe haben müssen.

Fazit

Ein guter Lebenslauf ist nicht so lang wie möglich, um alle Stärken anzugeben, die wir im Vergleich zu anderen Bewerber:innen haben. Stattdessen ergibt es mehr Sinn, wenn wir dabei gezielt die Qualifikationen besonders betonen, die genau für die neue Stelle geeignet sind. Indem wir weniger wichtige Angaben, so positiv sie auch klingen, streichen, fallen die wichtigen Fakten umso besser ins Auge. So erhält die bearbeitende Person den prägnanten Eindruck, dass wir wie für ihre Ausschreibung gemacht sind.