Saisonarbeit in Österreich – Das sollte man wissen

28.04.2022
−Foto: https://pixabay.com/de/photos/tirol-seebensee-bergsee-berge-2383963/

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Einfach mal raus, arbeiten und etwas erleben - am besten dort, wo andere Urlaub machen? Das geht, und zwar mit einem Saisonjob in Österreich. Diese Fakten sollte man kennen.

Durch die Pandemie haben viele Arbeitnehmer ihren Job verloren. Für einige Menschen waren die Krisen der vergangenen Monate und Jahre aber auch Anreiz dazu, ihren eigenen Lebensentwurf zu überdenken und etwas Neues zu wagen. Saisonarbeit bietet eine einzigartige Möglichkeit dazu, ohne großes Risiko einen neuen Weg einzuschlagen. Vor allem in der Gastronomie, im Sport- und Unterhaltungsbereich gibt es dabei zahlreiche Möglichkeiten, in Österreich gutes Geld zu verdienen.

Was versteht man unter Saisonarbeit?

Spricht man von Saisonarbeit, meint man in der Regel ein Arbeitsverhältnis, das saisonal befristet ist. Vor allem in der Gastronomie sind solche Beschäftigungsmodelle gängig, denn aufgrund der saisonal stark schwankenden Auslastung ist dort ein unbefristetes Arbeitsverhältnis oft nicht möglich.

Arbeitsverträge für SaisonarbeiterInnen umfassen entweder einen fixen Zeitraum – zum Beispiel vom 01. Mai bis zum 30. September – oder enden, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt. Ein Beispiel dafür ist der erste Schneefall des Jahres. Das Dienstverhältnis endet mit Ablauf des Vertrages automatisch. Wünschen ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerIn eine weitere Zusammenarbeit, geht der ursprünglich befristete Vertrag in einen unbefristeten Arbeitsvertrag über.

Warum Saisonarbeit in Österreich?

Auch in Bayern gibt es Saisonarbeit, beispielsweise zur Spargelernte oder auch zur Hopfenernte in der Hallertau. Zieht es einen jedoch ein wenig weiter weg von der Heimat, bietet Österreich viele spannende Optionen für angehende SaisonarbeiterInnen.Freie Jobs in Tirol gibt es zu Genüge, doch auch in anderen Bundesländern ist das Angebot meist groß. Wieso aber sollte man sich eigentlich für Saisonarbeit entscheiden?

Gute Verdienstmöglichkeiten

Saisonjobs im Tourismusbereich ermöglichen es einem, richtig viel Geld zu verdienen – oft mehr als in einer vergleichbaren unbefristeten Festanstellung. Das liegt natürlich daran, dass Arbeitgeber gute Kräfte durch eine gute Vergütung anlocken möchten. Dass die Saisonarbeit mitunter sehr stressig sein kann, ist jedoch auch ein wichtiger Faktor.

Wer als Servicekraft für eine Saison in Österreich arbeitet, kann häufig bis zu 3.000€ brutto verdienen – Trinkgeld noch nicht mitgezählt. Auch dieses fällt meist sehr großzügig aus, weil es sich bei den Gästen überwiegend um entspannte UrlauberInnen handelt.

Neue Leute kennenlernen

Auch den Wunsch, den eigenen Dunstkreis für eine Weile zu verlassen, um neue Leute kennenzulernen, kann man sich als Saisonjobber in Österreich erfüllen. Nicht nur das, denn viele Betriebe stellen ArbeitnehmerInnen aus der ganzen Welt ein. So kann gleichzeitig ein kultureller Austausch junger Menschen stattfinden.

Karrieremöglichkeiten weiterentwickeln

Für Personen, die gerne dauerhaft im Tourismusbereich arbeiten möchten, bieten sich in Österreichs Alpenregionen gute Karrierechancen. Dort befinden sich nämlich Topadressenim Bereich Gastro und Hotel, so dass es leicht fällt, Kontakte zu knüpfen, die sich vielleicht irgendwann einmal auszahlen. Übrigens macht sich die Saisonarbeit auch gut im Lebenslauf, denn wer mit dem sommerlichen Stress in Urlaubsregionen zurechtkommt, eignet sich auf jeden Fall für den Job.

Wohnen, wo andere Urlaub machen

Wer in Österreichs Bergen Urlaub macht, muss dafür meist tief in die Tasche greifen. Mit einem Saisonjob in Österreich kann man nicht nur an einem der weltweit schönsten Orte sein, sondern dabei auch noch Geld verdienen.

Optimale Freizeitmöglichkeiten

 Die Work-Life-Balance kommt für SaisonjobberInnen gewiss nicht zu kurz. Auch wenn der Arbeitsalltag noch so stressig ist, warten hinterher unzählige Freizeitaktivitäten auf einen – sei es Klettern, Wandern oder Mountainbiken. Dabei sollte man allerdingsauf Zecken achten.

Arbeitsrechtliche Ansprüche bei der Saisonarbeit

 Wie genau die arbeitsrechtlichen Ansprüche bei einem spezifischen Dienstverhältnis geklärt sind, ist individuell zu prüfen. Für ArbeitnehmerInnen ist es aber vor allem wichtig zu wissen, dass jede Saison als neues Dienstverhältnis verstanden wird. Sollen die Dienstzeiten fortlaufend addiert werden, muss dies im Arbeits- oder Kollektivvertrag festgeschrieben sein.

Im ersten Beschäftigungsmonat neuer Mitarbeiter, müssen Arbeitgeber keine Beiträge abführen. Bei einer wiederholten Beschäftigung jedoch schon. SaisonjoberInnen haben natürlich auch Anspruch auf Urlaub- sowie Weihnachtsgeld.

 Keine Kündigung

 In Hinblick auf Saisonarbeit ist das Kündigungsrecht speziell: So muss nach Ablauf der vereinbarten Vertragslaufzeit keine Kündigung erfolgen. Im Falle einer vorzeitigen einseitigen Kündigung ist die kündigende Partei dem Vertragspartner zum Schadenersatz verpflichtet. Die Höhe des Schadenersatzes ergibt sich aus der Höhe der jeweiligen Frist. Ein Entschließen die Vertragspartner einvernehmlich, den Vertrag vorzeitig aufzuheben, entsteht kein Anspruch auf Schadenersatz.