Signale erkennen

Insolvenz der Baufirma kündigt sich oft an

23.09.2022 | Stand 23.09.2022, 10:47 Uhr

Aufmerksam Bau: Insolvenz Baufirma - Das Material kommt verzögert, die Baustelle wirkt verwaist? Dann können das Indizien für Zahlungsschwierigkeiten Ihrer Baufirma sein. - Foto: Daniel Maurer/dpa-tmn

Es ist wohl eines der ungünstigsten Szenarien beim Bau des Eigenheims: die Baufirma geht bankrott. Wer frühzeitig Signale für mögliche Probleme empfängt, kann aber unter Umständen reagieren.

Geht die Baufirma während des Hausbaus pleite, ist das für viele Bauherren nervenaufreibend. Denn das komplexe Insolvenzverfahren unterbricht den Bau laut Verband Privater Bauherren (VPB) zunächst einmal für mindestens rund ein halbes Jahr. In dieser Zeit dürfen Bauherren so gut wie nichts tun, wenn sie nicht ausnahmsweise ein außerordentliches Kündigungsrecht haben. Weil sich Insolvenzen aber oft ankündigten, ist Wachsamkeit gefragt, um nicht kalt erwischt zu werden.

Der VPB empfiehlt, regelmäßig auf der eigenen Baustelle nach dem Rechten zu sehen. Dann kann zum Beispiel auffallen, wenn sich Arbeiten verzögern, Subunternehmer nicht mehr erscheinen, plötzlich fremde Firmen auftauchen, Material nicht geliefert oder sogar wieder abgeholt wird. Ist die Baustelle tagelang verwaist, kann auch das ein Indiz sein.

Wenn sich Subunternehmer außerdem direkt an die Bauherren wenden und die eigentliche Baufirma nur noch schwer oder gar nicht mehr zu erreichen ist, können das laut VPB weitere Hinweise auf mögliche Probleme der Firma sein. Schöpfen Bauherren Verdacht, können sie zum Beispiel Sachverständige oder Baurechtsexperten einschalten. Gemeinsam mit ihnen lässt sich möglicherweise klären, wie es auf der Baustelle weitergeht.

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