Auto-Alternative: Kann das Rad wirklich mithalten?

14.12.2021

Fahrrad vs. Auto: Auch in Deutschland steigt die Zahl der Fahrradnutzer stetig. Mit E-Bike, Velobike und Co. gibt es echte Auto-Alternativen. −Foto: pixabay.com @ geralt (CC0 Creative Commons)

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Einkäufe, der Weg zur Arbeit, Urlaubsreisen – ist das wirklich alles ohne Auto möglich? Geht es nach Zukunftsforschern, werden Fahrräder künftig präsenter im Alltagsbild. Das spart nicht nur Kraftstoff und CO2, sondern trägt auch zur Fitness bei. Viele Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter schon jetzt und stellen beispielsweise Fahrrad-Leasingangebote zur Verfügung.

Ist das Fahrrad wirklich für jede(n) etwas?

Mit dem richtigen Fahrrad hat jeder Spaß. Neben den klassischen Fahrrädern gibt es vor allem elektrounterstützte Alternativen. Sie ermöglichen Langstreckenfahrten, ohne aus der Puste zu kommen. Auch sportlich weniger Aktive können mit dem E-Fahrrad mühelos Distanzen zurücklegen. Der Nachteil: Die elektrisch unterstützten Räder sind häufig (noch) kostenintensiv.

Nachteilig ist häufig auch der fehlende Stauraum. Während Kids und Teenager das Rad als cooles Fortbewegungsmittel begreifen und es beispielsweise für den Schulweg nutzen, sieht es bei Erwachsenen anders aus. Gänzlich auf das Auto verzichten können nur wenige. Größere Einkäufe verstauen – auf einem klassischen Fahrrad kaum denkbar. Zwar bietet sich durch zusätzliche Gepäcktaschen mehr Staumöglichkeit, für Kisten und Co. reicht es jedoch nicht.

Mit dem Rad zur Arbeit – immer mehr Unternehmen unterstützen Initiative

Zahlreiche Unternehmen haben sich der Fitness und Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter verschrieben. Sie bieten beispielsweise interne Fitnesskurse, Massagen, Gesundheitsberatung oder Fahrräder. Die Anzahl der Leasing-Fahrräder im Job steigt rasant. Seit Einführung der 1-Prozent-Regel für E-Bikes und Fahrräder entscheiden sich immer mehr Arbeitnehmer dafür. Vor allem online können sich Arbeitnehmer vorab über tolle Leasingmöglichkeiten für ihr Jobfahrrad informieren. Der Vorteil: Die Auswahl der Leasing-Fahrräder ist online riesig. Einfach das gewünschte Bike und die Leasingkonditionen auswählen, Vertrag bestätigen, schon bald losradeln.

Die wachsende Fahrradnachfrage macht sich auch in Zahlen bemerkbar: 2020 wurden mehr als 9,2 % mehr Fahrräder allein im ersten Halbjahr als 2019 veräußert. Ursächlich dafür u. a.: attraktive Kauf-bzw. Leasingkonditionen. Auch das wachsende Gesundheitsbewusstsein spielt eine wesentliche Rolle. Wie eine IBISWorld Statistik zeigt, stieg das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen in den letzten Jahren stetig.

Fahrrad-Mehrwert vs. Auto – diese Fakten sprechen für einen Umstieg

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zeigt, dass in Deutschland deutliche Unterschiede bei Fahrradnutzung und -verteilung bestehen. In privaten Haushalten gibt es mehr als 80 Millionen Fahrräder, Tendenz steigend. Jedoch nicht überall, denn vor allem in Thüringen oder Sachsen ist die Fahrradanzahl in den privaten Haushalten deutlich geringer als beispielsweise in Brandenburg oder Niedersachsen.

Der Umstieg von zwei auf vier Rädern kann sich allerdings lohnen. Wesentlicher Aspekt: die Gesundheit. Wer regelmäßig Fahrrad fährt, aktiviert nicht nur den Kreislauf, sondern auch den Stoffwechsel. Bei einer 30-minütigen Fahrradfahrt verbrennt der Körper ca. 100 bis 400 Kalorien. Wer 30 Minuten im Auto oder der Straßenbahn sitzt, verbrennt im Ruhezustand 1 Kalorie/Körpergewicht in einer Stunde. Bei einem Körpergewicht von 80 Kilogramm wären dies 40 Kalorien.

Häufig wird die fehlende Flexibilität als Nachteil der Fahrradnutzung genannt. Das stimmt nur bedingt. Mit der Radnutzung lässt sich häufig viel mehr Zeit sparen. Während Autofahrer in Großstädten in der Rushhour im Stau stehen, rollen Radfahrer auf separaten Wegen entspannt an ihnen vorbei.

Müssen längere Strecken zurückgelegt werden, lässt sich das Fahrrad sogar in öffentlichen Verkehrsmitteln mitführen. Viele Beförderungsunternehmen erheben dafür keine Mehrkosten (beispielsweise für Inhaber einer Monatskarte).

Eine der wesentlichsten Vorteile: die geringen laufenden Kosten. Im Vergleich zum Kfz ist das Rad deutlich günstiger bei der Anschaffung. E-Fahrräder kosten mit durchschnittlich 1.000 € zwar deutlich mehr als klassische Räder, können aber auch mehr. Die laufenden Kosten, beispielsweise TÜV oder Reparaturkosten sowie Versicherung, entfallen. Auch mögliche Kosten für den Pkw-Stellplatz sparen sich Radnutzer.

 

Immer beliebter: das Fahrrad für den Arbeitsweg. Zahlreiche Unternehmen unterstützen mit Mitarbeiter-Fahrrad-Leasings. −Foto: pixabay.com @ vedantnileshah (CC0 Creative Commons)

Tipp: Velomobile – der coole Hybrid aus Auto und Fahrrad

Für alle, die den Komfort eines Autos nicht missen möchten, gibt es eine innovative Hybridlösung: Velomobile. Die Fahrräder auf vier Rädern sind eine umweltfreundliche Kfz-Alternative und können sogar auf dem Radweg genutzt werden.

Im Vergleich zu klassischen Fahrrädern sind die Velomobile mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs. Besonders effizient, um rasch längere Strecken zurückzulegen. Eine ideale Alternative zum Auto, auch auf Dienstwegen mit längerer Distanz. Auf der IAA Mobility wurden Velomobile als der Zukunftstrend schlechthin vorgestellt. Mit ihrer kompakten Größe, dem (kleinen) Kofferraum, der Dachkonstruktion und der robusteren Karosserie sind sie flinke moderne Alleskönner am Fahrradweg.

Mit dem Velomobil trotzen Fahrer Wind und Wetter, denn sie rollen gut geschützt durch Regen, Sturm und sogar Schnee. Für den Arbeitsweg eine echte Alternative für Fahrradmuffel, denn hier verrutscht keine Frisur, wird kein Anzug nass oder die Schuhe schmutzig. Einsteigen, losrollen und relaxed am Arbeitsplatz ankommen.

Fahrräder vor Diebstahl schützen: Diese cleveren Möglichkeiten gibt es

Fahrräder werden immer beliebter, doch nicht jeder kann sich eines leisten. Die Anzahl der Fahrraddiebstähle betrug 2020 ca. 145.000. Zwar weniger als im Vorjahr, dennoch auf einem hohen Niveau. Beliebt waren vor allem hochpreisige Fahrräder, wie E-Bikes.

Damit das Fahrrad nicht gestohlen wird und auf eBay oder einer anderen Verkaufsplattform landet, sollte jeder Radbesitzer Vorkehrungen treffen. Einen generellen Schutz vor Dieben gibt es zwar nicht, dennoch können Radbesitzer Langfingern die Arbeit erschweren.

Ein Schloss ist unabdingbar, um das Fahrrad vor Diebstahl zu schützen. Viele innovative Räder haben eigene Schlosssysteme integriert. Sie lassen sich komfortabel per App steuern und sind häufig sogar mit einer Standortortung verknüpft. Auch wenn das Rad gestohlen wird, lässt es sich im besten Fall lokalisieren und wieder holen.

Diebe bevorzugen abgelegene Ecken, in denen sie nicht entdeckt werden. Wer sein Fahrrad gut sichtbar an öffentlichen Plätzen abstellt, macht es Langfingern schwerer. In vielen Großstädten gibt es eigene Parkhäuser für Fahrräder, die überwacht sind. Wer die Möglichkeit hat, sollte sein Fahrrad mit ins Büro nehmen. Dort steht es nicht nur sicher, sondern auch vor Witterungseinflüssen geschützt.

Die Identifizierung des Rades ist eine weitere Schutzmaßnahme. Jedes Fahrrad verfügt über eine individuelle Kennnummer, die im Rahmen hinterlegt ist. Diese Nummer unbedingt dokumentieren und das Fahrrad beispielsweise mit einem eigenen Pass bei dem ADFC registrieren. Im Diebstahlsfall könnte die Polizei das Rad bei möglichem Diebesgut leichter wiederfinden.

Eine Fahrradversicherung ist vor allem für hochpreisige Radmodelle empfehlenswert. Wer eine Hausratversicherung hat, sollte prüfen, ob das Fahrrad hier bereits inkludiert ist. Vorsicht, denn viele Versicherungsunternehmen haben die sogenannte Nachtklausel. Ist das Fahrrad im Keller abgestellt, besteht kein Versicherungsschutz zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr. Kommt es während dieser Zeit zum Diebstahl, gibt es keine Entschädigung durch das Versicherungsunternehmen.