Landkreis Landshut

Mangels Impfstoff: An zwei Tagen kein Betrieb im Impfzentrum

05.05.2021 | Stand 05.05.2021, 18:35 Uhr

−Symbolbild: Peter Kneffel/dpa

Weil laut Landratsamt zu wenig Impfstoff geliefert wird, kann an zwei Tagen nicht im Impfzentrum des Landkreises Landshut gegen Covid-19 geimpft werden.



„Statt großspuriger Ankündigungen, wo und wie in Zukunft geimpft werden könnte, sollte sich der Freistaat lieber einmal darauf konzentrieren, die bereits bestehenden Einrichtungen mit genug Impfstoff zu versorgen“, zeigt sich Landrat Peter Dreier wütend angesichts der erneut geringen Impfstofflieferungen, die für den Landkreis Landshut angekündigt worden sind.



„In dieser Woche müssen wir im Impfzentrum mit rund 2600 Impfdosen auskommen, die wir für Erstimpfungen verwenden können. Wir hätten aber deutlich mehr Kapazitäten, die ohne genug Material nicht genutzt werden können.“ Aus diesem Grund werden am Sonntag und am Montag im Impfzentrum des Landkreises wohl keine Immunisierungen stattfinden können. Der Impfbus und die mobilen Teams seien aber weiter durchgehend im Einsatz, auch die Zweitimpfungen seien gesichert. Verwaltung und Telefon-Hotline des Impfzentrums seien durchgängig besetzt.



Aktueller Stand der Impfungen


Größtenteils laufen aktuell die Impfungen in der stetig wachsenden Priorisierungsgruppe 3, die Anmeldungen der Gruppe 2 seien so gut wie abgeschlossen. Bislang wurden im Impfzentrum des Landkreises Landshut knapp 32.000 Erst-Impfungen vorgenommen, 10.140 Personen haben bereits die nötigen zwei Impfungen erhalten. Hinzu kommen die Immunisierungen, die in den Krankenhäusern selbst stattgefunden haben (knapp 1800 Impfdosen wurden hier vom Impfzentrum zur Verfügung gestellt) sowie die Behandlungen durch die niedergelassenen Ärzte.



Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns waren dies im Landkreis Landshut bisher über 13.000 (12.918 Erstimpfungen, 175 Zweitimpfungen). Die Hausärzte werden in erster Linie über Apotheken mit Impfstoff versorgt – nur Restbestände von Astrazeneca, die in den Impfzentren nicht mehr verabreicht werden dürfen, werden an die Praxen weitergegeben. Sie können dann, nach individueller Begutachtung, ihre bekannten Patienten mit diesem Präparat impfen.



Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis sinkt


Einen kräftigen Sprung nach unten hat die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Landshut gemacht, die vom Robert-Koch-Institut am Mittwoch mit 185,1 ausgewiesen wird. In der Stadt ist dagegen ein leichtes Plus auf 159,4 zu verzeichnen.


Das Staatliche Gesundheitsamt rechnet aber mit steigenden Sieben-Tage-Inzidenzen, denn am Mittwoch wurden 118 Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt. Bei mittlerweile 11.329 Bürgern aus der Region wurde bisher eine Infektion mit Corona nachgewiesen. Davon konnten bereits 10.205 die häusliche Quarantäne verlassen (+ 68).



Zwei weitere Todesfälle



Zwei weitere Todesfälle sind bekannt geworden: Es handelte sich um einen 63- und einen 72- Jährigen, die Covid-19 nach stationärer Behandlung erlegen sind. Dies sind der 271. und 272. Todesfall in Zusammenhang mit der Pandemie. Derzeit werden 852 laufende Infektionen verwaltet, 48 mehr als am Vortag.


In den regionalen Krankenhäusern hat sich die Lage wenig verändert: 36 Patienten, bei denen das Coronavirus festgestellt wurde, werden auf den Normalstationen isoliert (- 2), 15 weitere werden intensivmedizinisch betreut (- 2). Hinzu kommt eine stets schwankende Zahl an Verdachtsfällen (Stand: 5. Mai).

− tka


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