18.10.2020, 16:27 Uhr

Versammlung Geflügelzüchter ehren Vereinsmeister

 Foto: Rassegeflügelzucht- und -erhaltungsverein Foto: Rassegeflügelzucht- und -erhaltungsverein

R.K. Nachdem aufgrund der derzeitigen Situation alle Feierlichkeiten zum 50-jährigen Vereinsbestehen ausgefallen sind und auf das Jahr 2021 verlegt wurden war seitens des Rassegeflügelzucht- und -erhaltungsvereins Gäuboden und Umgebung es Zeit, in einer Generalversammlung auf das sehr erfolgreiche Vereins- und Ausstellungsjahr 2019 zurückzublicken.

Straßkirchen. Vorsitzender Franz Hiergeist konnte hierzu zahlreiche Mitglieder aus Nah und Fern begrüßen, besonders das neue Mitglied Stefan Moosmüller aus Plattling, das in die Modena-Zucht einsteigen will. Hiergeist berichtete, dass das Jahr 2019 mit der Namensänderung des Vereins eines der geschichtsträchtigsten und zukunftsweisenden Jahre des Vereins gewesen sei. Mit der Namensänderung habe man nun endgültig die Überörtlichkeit und die Ausrichtung des Vereins deutlich gemacht. Im Rassegeflügelzucht- und -erhaltungsverein Gäuboden und Umgebung mit Sitz in Straßkirchen sind besonders viele erfolgreiche Züchter aus nah und fern organisiert. Dies haben sowohl der Neuzugang von 21 aktiven Mitgliedern als auch das Erreichen von 47 überörtlichen Championaten und Meistertiteln bewiesen. Auch der Ringabsatz des Vereins habe mit 5.340 ausgelieferten Ringen um das zehnfache des Landesverbandsdurchschnitts gelegen. Im vergangenen Jahr wurde eine dreitägige Österreichrundfahrt zu 13 österreichischen Mitgliedern unternommen. Diese habe sehr zum Zusammenhalt beigetragen, sodass man bei der Jubiläumsfeier eine Partnerschaft mit dem österreichischen Verein N60-Wieder Neustadt-Lichtenwörth eingehen werde. Die Niederbayerische Bezirksschau mit den fünf Sonderaschauen im November 2019 hatte ein stolzes Meldeergebnis von 2.346 Tieren und war dem ein Jahr zuvor verstorbenen Gründungs- und Ehrenvorsitzenden Josef Wolf zum Gedächtnis gewidmet. Seine Witwe Resi Wolf hat zur Schau zwei Josef-Wolf-Gedächtnisbänder gestiftet, die Siegfried Prebeck aus Bogen und Christian Wintermeier aus Schwarzach gewonnen haben. Zur Schau der Schauen am ersten Dezember-Wochenende in Leipzig wurde erstmals ein Bus zur Sammeleinlieferung organisiert, hierfür dankte der Vorsitzende den beiden Reiseleitern Christian Wanninger und Werner Ulbrich im Namen der Aussteller, die so ihre wertvollen Ausstellungstiere sicher und bequem nach Leipzig bringen konnten. Am Wochenende folgte dann eine Zwei-Tages-Fahrt zum Ausstellungsbesuch und zum Rücktransport der Tiere. In Leipzig wurden elf Deutsche Meistertitel von Straßkirchener Züchtern errungen, und zwar von Richard Gruber sen aus Geierstahl mit Zwerg-Reichshühnern weiß, von Franz Hiergeist aus Oberschneiding mit Dt. Modenesern Schietti dunkelbronzeschildig und mit seiner neuen italienischen Rasse Triganino Modenese Gazzi nero spalla rossa, von Alois Lehner aus Rattiszell mit Stellerkröpfer blaugeganselt und weiß mit roter Schnippe, von Georg Müller aus Geiselhöring mit Voorburger Schildkröpfer gelbfahl, von Rudi Baswald aus Höflein (Österreich) mit Brünnerkröpfer blaugeganselt, von der Zuchtgemeinschaft Fenzl/Hammerschmid aus Steinberg mit Seldschuken eisfarbig, von Steffen Gruber aus Heideland (Vogtland) mit Seldschuken schwarz mit weißem Schwanz, von Alfons Ettengruber aus Abensberg mit Huhnschecken schwarz und von Josef Götz aus Burglengenfeld mit Hessenkröpfer weiß. In Leipzig wurden auch die drei Rassen der Weltausstellung der Tauben aus Modena, die 2022 in Straßkirchen stattfinden wird, in den Logo-Farben vorgestellt und der druckfrische Flyer verteilt. Der Vorsitzende berichtet, dass ihn zu Weihnachten Grüße aus Frankreich, Italien und Süd-Afrika erreicht hätten. Besonders stolz kann der Verein auf seine Jugendlichen Simon und Julian Wanninger sein, sie waren in Leipzig mit ihren weißen Arabischen Trommeltauben beste Aussteller in der Jugendabteilung. Und Teresa Baumgartner aus Hunderdorf war mit ihren Strassertauben auf der Bundesschau in Magdeburg sehr erfolgreich, und in Straßkirchen auf der Bezirksschau konnte sie sich über den Niederbayerischen Champion freuen.

Schriftführer Werner Ulbrich berichtet in seinem Jahresrückblick von den vielen Terminen des vergangenen Jahres, bei denen der Verein vertreten war. Der Mitgliederstand betrage 229 Mitglieder, von denen fast die Hälfte aktive Züchter und Aussteller sind. Diverse Anschaffungen wie zum Beispiel Fotorückwände für die Stammkäfige und die Renovierung des Taubererstüberls der Gäubodenhalle seien erfolgt. Die Gäubodenhalle wurde außen mit den Wappen der drei Träger, der Gemeinde Straßkirchen, dem ESC Straßkirchen und dem RGZEV Gäuboden beschildert.

Zuchtwart Georg Müller berichtete von den vielen Schauerfolgen des Jahres 2019. Es wurden vier Bundessieger, ein Zuchtbuchmeister, 17 Niederbayerische Meister und drei Niederbayerische Champions sowie vier Kreismeistertitel nach Straßkirchen geholt. Hierzu könne man nur gratulieren. Die vor drei Jahren eingeführte höchste Straßkirchener Ausstellungstrophäe, der Züchter des Jahres in Form einer Urkunde und einer „Vogelwuid-Glasuhr“ ging zum dritten Mal an Georg Müller aus Geiselhöring. Vereinsmeister der Jugend wurden Simon und Julian Wanninger mit Arabsichen Trommeltauben weiß, gefolgt von Teres Baumgartner aus Hunderdorf mit New Hampshire goldbraun. Vereinsmeister Geflügel wurden Richard Gruber sen. aus Geierstal mit Zwerg-Welsumer rist-rebhuhnfarbig, gefolgt von Heike Huber aus Mömbris (Unterfranken) mit Dt. Zwerg-Wyandotten schwarz und Stefan Fuchs aus Rattiszell mit Modernen Engl. Zwerg-Kämpfern schwarz. Vereinsmeister Tauben wurde Georg Müller aus Geiselhöring mit Voorbuger Schildkröpfern gelbfahl, gefolgt von Karl Wanninger, Straßkirchen mit Florentinern rot und Christian Wanninger, Straßkirchen mit Dt.Modenesern Schietti blau mit schwarzen Binden.

Anschließend berichtet Franz Hiergeist noch von den beiden anstehenden Ausstellungen. Für diese habe man das vom Landesverband ausgearbeitete Sicherheits- und Hygienekonzept übernommen, sodass für Mitglieder und Aussteller größtmögliche Sicherheit gewährleistet sei. Der traditionelle Silvestermarkt muss jedoch lagebedingt abgesagt werden. Man hoffe, dass sich die Situation im nächsten Jahr deutlich verbessere und man so die verschobenen Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2021 nachholen könne.


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