16.09.2020, 16:38 Uhr

SEK-Einsatz in der Nacht Geparkten Pkw in Straubing in Brand gesetzt – Verdächtiger verbarrikadiert sich in seiner Wohnung


Am Mittwoch, 16. September, wurde die Polizei Straubing gegen 1.20 Uhr zu einem brennenden Pkw in der Max-Planck-Straße gerufen. Aufgrund der ersten Ermittlungen bestand der Verdacht, dass der Pkw vorsätzlich in Brand gesetzt wurde. Durch die Ermittlungen ergab sich ein erster Tatverdacht gegen einen 55-jährigen Mann aus Straubing.

Straubing. Die Polizei konnte den 55-Jährigen gegen 3.15 Uhr an seiner Wohnanschrift im Straubinger Süden feststellen und Kontakt mit ihm aufnehmen. Im weiteren Verlauf verbarrikadierte sich der Mann in seiner Wohnung und drohte, sich selbst zu verletzen. Da aufgrund des weiteren Verhaltens des Mannes eine Gefahr für andere Bewohner des Gebäudes nicht auszuschließen war, musste die Polizei die weiteren Bewohner des Mehrfamilienhaus kurz vor 5 Uhr auffordern das Gebäude zu verlassen. Von der Polizei wurden bei dem Einsatz speziell geschulte Beamte zur Gesprächsführung eingesetzt. Gegen 7.30 Uhr nahmen Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Mittelfranken den Mann in seiner Wohnung widerstandlos fest. Über die Motive für das Verhalten des Mannes liegen zur Zeit noch keine Erkenntnisse vor. Der 55-jährige Mann wurde in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht.

Insgesamt mussten zwölf Personen das Haus verlassen. Die Betreuung der Personen wurde von der Feuerwehr Straubing und dem BRK übernommen, eine nahegelegene Schule wurde als vorläufige Unterkunft zur Verfügung gestellt.

Die Kriminalpolizei Straubing hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Ob der 55-Jährige tatsächlich mit dem Brand des Pkws in der Max-Plank-Straße in Zusammenhang steht müssen die weiteren Ermittlungen klären. An dem in Brand gesetzten Pkw entstand Totalschaden, aufgrund der starken Hitzeentwicklung wurden auch die beiden neben dem Fahrzeug parkenden Pkw beschädigt. Der Gesamtschaden an den Fahrzeugen wird auf circa 24.000 Euro geschätzt.

Von der Polizei waren neben den Einsatzkräften der Kriminalpolizei Straubing und der Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Mittelfranken Kräfte der Polizeiinspektion Straubing, der Operativen Ergänzungsdienste Landshut und der Verkehrspolizei Deggendorf eingesetzt.


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