28.01.2020, 08:55 Uhr

Afghane muss sich verantworten Drei Prozesstage angesetzt – Vergewaltigung gefilmt und Opfer unter Druck gesetzt?

Mit seinem Handy soll der Angeklagte die Vergewaltigung gefilmt haben. (Foto: 123rf.com)Mit seinem Handy soll der Angeklagte die Vergewaltigung gefilmt haben. (Foto: 123rf.com)

Ein Fall, der sprachlos macht, wird ab Dienstag, 28. Januar, vor dem Landgericht Regensburg verhandelt. Angeklagt ist ein 1984 geborener Mann aus Afghanistan. Er muss sich wegen Vergewaltigung verantworten.

REGENSBURG Laut Anklageschrift soll der Mann im Mai 2018 in einer Asylbewerberunterkunft in Mitterfels (Landkreis Straubing-Bogen) mit einem dortigen Bewohner Alkohol getrunken haben, bis dieser das Bewusstsein verlor. Diese Situation soll der Angeklagte ausgenutzt haben. Laut Anklageschrift kam es zum Analverkehr, ohne dass sich das Opfer hätte wehren können. Das perfide an der Tat: Offenbar filmte der Täter die Vergewaltigung mit seinem Handy. In der Folge soll der Angeklagte zwischen Mai 2018 und dem 12. Juni 2019 sein Opfer insgesamt 50 Mal zu weiteren sexuellen Handlungen gezwungen haben, indem er drohte, die Videoaufzeichnungen anderen Personen zu zeigen oder im Internet zu veröffentlichen. Das Opfer stammt ebenfalls aus Afghanistan – dort könnte er aufgrund der homosexuellen Handlungen getötet werden. So unter Druck gesetzt, soll das Opfer die sexuellen Handlungen zugelassen haben. Es soll zum Oral- sowie zum Analverkehr gekommen sein.

Am Dienstag, 28. Januar, beginnt um 9.15 Uhr der Prozess am Landgericht Regensburg. Es sind zwei weitere Verhandlungstage für den 10. und den 12. Februar angesetzt.


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