23.01.2020, 10:24 Uhr

Saisonvorbereitung beim IHC Atting „Wir müssen den Kader sukzessive verjüngen“

(Foto: IHC)(Foto: IHC)

Am 3. Februar startet der IHC Atting in die Vorbereitung auf die Skaterhockey-Saison 2020, die am 7. März mit einem Heimspiel gegen die Badgers Spaichingen beginnt. Trainer Jürgen Amann, der das Amt zum Jahreswechsel von Markus Alzinger übernommen hat, will in der neuen Saison verstärkt auf den Nachwuchs setzen. Mit Julian Bergbauer, Max Aigner und Martin Dengler gibt es auch drei Neuzugänge beim Meister von 2019. Alle drei kommen aus Deggendorf.

ATTING Wie haben Sie sich die Vorbereitung vorgestellt?

Jürgen Amann: „Wir starten am 3. Februar in die fünfwöchige Vorbereitungszeit bis zum ersten Heimspiel gegen Spaichingen. Danach vergehen nochmals vier Wochen bis zum nächsten Spiel beziehungsweise bis die Saison dann so richtig startet. Diese Zeit zähle ich ebenso noch zur Vorbereitungsphase hinzu. Neben den spieltechnischen Themen wird es für mich dabei wichtig sein, das Team und das aktuelle Leistungsvermögen wieder kennenzulernen. Ich kenne zwar fast alle der Jungs noch, dennoch gibt es ein paar neue Gesichter wie zum Beispiel unsere Juniorencracks oder die Neuzugänge aus Deggendorf, Max Aigner, Martin Dengler und Julian Bergbauer. Ich freue mich jedenfalls darauf.“

Was und wie wird in den ersten Wochen trainiert?

Amann: „Wir werden zwei bis dreimal pro mal die Woche auf die Platte gehen. Dabei werden wir den Fokus speziell auf unser Passspiel, Zweikampfstärke und natürlich dem Spielsystem richten.“

Und wie sieht es mit Testspielen während der Vorbereitung aus?

Amann: „Wir testen am 22. Februar ab 17 Uhr zuhause gegen die Bundesligamannschaft des TV Augsburg. Außerdem suchen wir aktuell noch nach einem Gegner für den 29. Februar. Da gab es leider eine Absage aus Österreich. Eventuell wollen wir auch noch etwas in der Zeit während des ersten und zweiten Spieltages machen. Hinzu kommt auch noch der Pokalwettbewerb, da haben wir allerdings in der ersten Runde ein Freilos.“

Sie haben bei Ihrer Vorstellung gesagt, er Verein müsse den Spagat zwischen Nachwuchsförderung und Erfolg schaffen. Wie haben Sie das genau gemeint?

Amann: „Zunächst muss man festhalten dass wir hier seit Jahren eine sehr starke und stolze Spielergeneration haben, die es gewohnt ist, erfolgreich zu sein und die in dieser Konstellation sicher auch noch – ich sag jetzt mal ein bis zwei Jahre – sehr erfolgreich sein kann. Nur die Jungs werden leider nicht jünger. Eine Aufgabe ist es daher, nun die Weichen zu stellen um auch zukünftig erfolgreich sein zu können. Das heißt auch, dass wir den Kader sukzessive etwas verjüngen müssen, womit wir unter anderem auch schon bei unseren Nachwuchscracks wären. Dies alles sollte aber optimalerweise in einem fließenden Prozess geschehen, ohne wesentlich vom eigentlichen Erfolgspotenzial etwas einzubüßen. Ich bin nämlich auch der Meinung, dass mit der neuen Halle und den vielen Fans im Rücken es schon auch wieder ein Anspruch sein sollte, irgendwann wieder in die erste Liga zurückzukehren.“

Wie werden dann die Juniorenspieler in die Vorbereitung eingebaut?

Amann: Es wurden ja bereits letztes Jahr die vier Spieler Matthias Bauer, Bastian Vyskocil, Simon Steger und Elias Decker immer wieder mal hochgezogen. Zudem kommt mit Julian Bergbauer noch ein vielversprechender Juniorencrack aus Deggendorf hinzu. Diese Jungs wollen wir in die Vorbereitung voll integrieren. Welche Möglichkeiten sich darüber hinaus ergeben, werden wir kurzfristig sehen.“

Wie stark schätzen Sie die Liga ein? Und was können Sie schon zu den Gegnern sagen?

Amann: „Da hat sich nicht so viel verändert. Wir wissen also was auf uns zukommt. Lediglich Hilden ist noch schwer einzuschätzen. Als Meister sind wir dabei sicher auch in einer Favoritenrolle. Meines Erachtens stagnieren jedoch die Zweiten Ligen leistungstechnisch in den letzten Jahren, geographisch hat man sich sogar deutlich zurückentwickelt. Mir fehlen hier Teams wie Schwabmünchen, Deggendorf oder die ehemalige Konkurrenz aus Regensburg, also Bernhardswald und Donaustauf. Schade ist auch, dass sich der Erstligaabsteiger Lüdenscheid zurückgezogen hat. In der Nordstaffel sind insgesamt sogar fünf Zweitvertretungen am Start. Diese Entwicklung sehe ich allgemein sehr kritisch, sollte aber in dieser Konstellation auch ein Ansporn sein, mittel- beziehungsweise langfristig wieder den Blick nach ganz oben zu richten.“

Interview: Michael Bauer


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