26.07.2019, 12:30 Uhr

„Wahrheit extrem verzerrt“ Messer-Falle auf Spielplatz – Kinder wurden zu Unrecht verdächtigt

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Für Entsetzen sorgte die Meldung über eine Messer-Falle auf einem Spielplatz in Hunderdorf (Lkr. Straubing-Bogen). Jetzt stellt sich heraus: Von einem gezielten Anschlag kann nicht die Rede sein.

HUNDERDORF Anfang der Woche war die Polizei Bogen von der Gemeinde Hunderdorf alarmiert worden, weil auf einem Spielplatz in Hunderdorf eine Grube entdeckt worden war, die mit mehreren hochkant fixierten Küchenmessern präpariert gewesen sein soll. Angeblich, so hieß es im Polizeibericht, seien Buben im Alter von 12 und 13 Jahren für die gefährliche Messerfalle verantwortlich. Das Wochenblatt berichtete

Ermittlungen der Bogener Polizei in den folgenden Tagen zeigten jedoch, dass von einer Falle nicht die Rede sein kann. „Die Messer wurden abseits eines etwa 30 mal 30 cm großen und etwa 15 cm tiefen Lochs gefunden“, so ein Polizeisprecher am Freitag. Dieses Loch, also die vermeintliche Falle, sei von zwei Kindern mit Messern und den Händen ausgehoben worden. Dabei seien die Messer teilweise abgebrochen und daher weggeworfen worden. Durch weitere Befragungen habe sich ergeben, „dass die Messer nicht in dem Loch steckten, als sie gefunden wurden. Auch eine Tarnung des Lochs konnte nicht belegt werden“, sagt der Polizeisprecher.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist die Messerfalle von Hunderdorf also nur ein Märchen. Die vermeintlichen Täter, Buben im Alter von 12 und 13 Jahren, wurden zu Unrecht bezichtigt. Das Fazit der Polizei ist deutlich: „Leider werden in diesem Zusammenhang offenbar Geschichten über die Kinder verbreitet, die die Wahrheit teilweise extrem verzerren.“


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