18.07.2019, 14:29 Uhr

Gewalt gegen Einsatzkräfte Straubinger Polizeibeamtin mehrfach mit Füßen getreten

(Foto:  Sobolewski)(Foto: Sobolewski)

Am Mittwochabend wurde ein Mann gewalttätig.

STRAUBING Eine Streife der Polizeiinspektion Straubing wurde am Mittwoch gegen 17 Uhr vom BRK zur Unterstützung angefordert, da sich ein Mann dagegen wehrte, in eine Fachklinik gebracht zu werden. Bei diesem Unterstützungseinsatz wurde die Straubinger Beamtin mehrmals mit den Füßen getreten und dadurch verletzt. Gegen den Mann wird nun wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte ermittelt.

Leider sind Meldungen wie diese kein Einzellfall. Im gesamten Regierungsbezirk Niederbayern kam es 2018 zu 656 Fällen von Gewalt gegen Polizeibeamte. Dies bedeutet einen Anstieg von fast zehn Prozent gegenüber 2017 (598 Fälle).

Dass dieser besorgniserregende Trend so nicht hinnehmbar ist, stellt Herbert Wenzl, Präsident des Polizeipräsidiums Niederbayern, fest, „Wir müssen alles tun, um unsere Kolleginnen und Kollegen bestmöglich zu schützen“. Gerade dazu wird seit 15. April 2019, die priorisierte Bearbeitung von Strafanzeigen in ausgewählten Fällen von Gewalt gegen Polizeibeamte sowie Hilfs- und Rettungskräfte, flächendeckend in Absprache mit allen Staatsanwaltschaften in Niederbayern umgesetzt. Zielrichtung dieses Verfahrens ist es, eine zeitnahe Verurteilung der Tatverdächtigen herbeizuführen und damit auch einen abschreckenden Effekt zu erzielen.

Zudem wird die niederbayerische Polizei seit Juli 2019 mit Body-Cams ausgestattet. Die Kameras sollen die Chancen auf eine eskalationsfreie Einsatzbewältigung erhöhen und dadurch einen signifikanten Beitrag zum Schutz der Einsatzkräfte leisten. Auch diese Maßnahme soll effektiv dazu beitragen, die Fallzahlen in diesem Bereich deutlich zu senken.


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