29.04.2019, 16:38 Uhr

Tierischer Angriff in Konzell Wilder Rehbock geht auf Fußgänger los

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Am Montagnachmittag wurden zwei Personen von einem Rehbock angegriffen und verletzt.

KONZELL Zugetragen haben sich die Vorfälle einmal gegen 12.30 Uhr und ein zweites Mal gegen 16 Uhr im Bereich Konzell-Streifenau und Konzell-Rettenbach auf dem dortigen Radlweg. Der Rehbock griff die Personen unvermittelt an und fügte ihnen Risswunden an den Beinen zu. Der Rehbock trug eine gelbe Ohrmarke, was aber nicht bedeutet, dass er von einer Privatperson gehalten wird. Diese Ohrmarken bekommen Rehkitze, die vor einer Wiesen-Mahd aus dem Gefahrenbereich genommen werden. Die Ohrmarkenfarbe wechselt jährlich. In den am Montag vorgefallenen Situationen trug der Rehbock eine gelbe Marke. „Das bedeutet, dass er im Jahr 2018 geboren wurde“, so Polizeihauptkommissar Helmut Schlecht von der Bogener Polizei.

Warum der Bock so aggressiv auf Menschen reagiert, kann die Polizei nicht nachvollziehen. Es wird dringend aber geraten, beim Aufenthalt im besagten Bereich aufmerksam zu sein. „Spezielle Verhaltensweisen können wir allerdings nicht an die Hand geben“, so Schlecht. Der zuständige Jagdpächter wurde von der Polizei Bogen über die Angriffe informiert.

Update:

Der eingesetzten Streife wurde ein weiterer Zwischenfall gemeldet, der sich bereits am Montagvormittag ereignet hatte. Auch da wurde eine Person angegriffen und verletzt. Somit wurden unabhängig voneinander zwei Frauen und ein Mann angegriffen und verletzt. Alle drei Personen suchen bzw. suchten selbst einen Arzt auf. Ein Krankentransport musste entgegen erster Meldung nicht erfolgen. Unklar ist weiter die Motivationslage des vermutlich etwa einjährigen Bocks. Alle Vorfälle ereigneten sich im Bereich Konzell-Streifenau bzw. Konzell-Rettenbach.

Update 2:

Der für die gemeldeten „Tatorte“ zuständige Jagdpächter teilte inzwischen mit, dass es bereits Montagfrüh, ca. 7.30 Uhr, einen ersten Zwischenfall gegeben haben soll. Bei der Polizei Bogen ist dieser Vorfall aber nicht bekannt geworden. Dieser erste Angriff des vermutlich selben Rehbocks erfolgte im Bereich Hitzenberg, etwa 2 Kilometer entfernt von Konzell-Streifenau. Vermutungen des Jagdpächters über die mögliche Herkunft des Bockes können von Polizeiseite nicht bestätigt werden. In erster Linie geht es darum, die Bevölkerung vor dem Bock zu warnen.


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