28.03.2019, 19:38 Uhr

Schwerer Ammoniak-Unfall Kripo rekonstruiert den Unglücksmorgen im Straubinger Eisstadion


Nach dem schweren Unfall im Straubinger Eisstadion hat die Kripo erste Ermittlungsergebnisse vorgelegt.

STRAUBING Nach dem schweren Arbeitsunfall im Straubinger Eisstadion, bei dem am Mittwochmorgen (27. März) größere Mengen Ammoniak freigesetzt wurden, hat die Kripo den Unfallhergang rekonstruiert: Mit einer Fräsmaschine sollte ein 52-jähriger Baumaschinenführer das noch vorhandene Eis der Spielfläche abtragen. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen sei es dabei zur Beschädigung von mehreren Leitungen gekommen, in denen sich Ammoniak befand, so die Polizei. Der 52-Jährige konnte die Eishalle rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt.

Die Kriminalpolizei Straubing hat in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg/ Zweigstelle Straubing die weiteren Ermittlungen übernommen. „Gegenstand der Ermittlungen sind die Durchführung von Vernehmungen, Klärung von Verantwortlichkeiten und eine Begutachtung der Fräsmaschine“, so ein Polizeisprecher. Das Gewerbeaufsichtsamt und ein Gutachter seien ebenfalls eingeschaltet worden. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit unklar.

Die Polizei bittet Personen, die durch den Austritt des Ammoniaks verletzt wurden, jedoch bislang noch nicht in ärztlicher Behandlung waren, sich bei der Kripo Straubing unter der Telefonnummer 09421/ 868-0 zu melden.


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