27.03.2019, 17:31 Uhr

Ammoniak-Unfall im Straubinger Eisstadion Straßensperrungen und Evakuierungen aufgehoben


UPDATE zum Ammoniak-Unfall im Straubinger Eisstadion (Stand: 17.30 Uhr)

STRAUBING Großeinsatz für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst am Mittwoch (27. März) in Straubing. Bei Fräsarbeiten im Eisstadion wurde gegen 7.30 Uhr eine Leitung im Bereich der Spielfläche beschädigt. Es trat Ammoniak aus. Das giftige Gas (Stickstoff/Wasserstoff), das bei Kontakt zu Atemnot und tränenden Augen führt, verteilte sich nicht nur im Eisstadion, sondern auch im Innenstadtbereich, Westtangente, Kinseherberg, Gartenstraße und Geiselhöringer Straße. Das gesamte Areal wurde für den Verkehr gesperrt. 118 Schüler aus einer nahegelegenen Schule sowie Anwohner der Frauenbrünnlstraße mussten evakuiert werden. Weitere Anwohnerin der Umgebung wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Feuerwehr richtete mehrere Messpunkte zur Überprüfung der Schadstoffkonzentration ein. gegen 17 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie eine Spezialfirma waren im Einsatz, um die beschädigte Leitung im Eisstadion zu reparieren und den Gasaustritt zu stoppen. Die Kriminalpolizei Straubing hat in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Regensburg - Zweigstelle Straubing - die Ermittlungen zum genauen Hergang des Unfalls aufgenommen.

In einer Verletztensammelstelle wurden etwa 60 Personen vorsorglich medizinisch betreut. „Bei 14 Personen wurden Verletzungen festgestellt, neun der verletzten Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert“, so ein Polizeisprecher. Die Verletzten, darunter auch vier Feuerwehrleute, klagten vorwiegend über Augen- und Atemwegsreizungen. Schwere Verletzungen gab es nach Polizeiangaben nicht.

Die Geiselhöringer Straße konnte am Nachmittag wieder freigegeben werden. Gegen 17.10 Uhr konnten auch die weiteren Sperrungen und Evakuierungen, von denen etwa 150 Personen betroffen waren, aufgehoben werden. „Während der Verkehrssperrungen sowie den Evakuierungsmaßnahmen kam es zu keinen größeren Behinderungen. Die Polizei, Rettungs- und Einsatzkräfte bedanken sich für das umsichtige und verständnisvolle Verhalten aller Betroffenen“, so ein Polizeisprecher. Aktuell (17.45 Uhr) ist nur noch die Westtangente im bereich des Eisstadions gesperrt.


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