22.03.2019, 13:03 Uhr

Bombendrohung in Straubinger Sparkasse Erpressung? Racheakt? Schlechter Scherz?

Experten des Bayerischen Landeskriminalamts durchsuchten die Sparkassenfiliale. (Foto: sms)Experten des Bayerischen Landeskriminalamts durchsuchten die Sparkassenfiliale. (Foto: sms)

Die Bombendrohung in einer Sparkassenfiliale in der Landshuter Straße in Straubing hinterlässt einige Fragezeichen.

STRAUBING Eine Bombendrohung in einer Filiale der Straubinger Sparkasse in der Landshuter Straße hielt ab Mittwochnachmittag die Polizei in Atem. Wie das Polizeipräsidium bestätigte, war gegen 16 Uhr ein entsprechendes Drohschreiben bei der Sparkasse eingegangen. „Mitarbeiter des Geldhauses haben einen handschriftlichen Zettel im Briefkasten gefunden und die Polizei verständigt“, so Polizeihauptkommissar Johann Lankes vom Polizeipräsidium Niederbayern. Der Startschuss für einen umfangreichen Polizeieinsatz, der zunächst mit einem Hindernis zu kämpfen hatte: Aufgrund der technischen Sicherheitsvorrichtungen konnte die Sparkassenfiliale am Mittwochabend von der Polizei nicht mehr betreten werden. Immerhin: Der frei zugängliche Selbstbedienungsbereich wurde noch am Mittwoch von einem Sprengstoffspürhund abgesucht. Das lieferte allerdings keine Hinweise auf Sprengmittel.

Am Donnerstag wurde der Bereich um das Gebäude dann ab 8 Uhr weiträumig abgesperrt. Rund 20 Polizeibeamte waren im Einsatz. Sprengstoff-Experten des Bayerischen Landeskriminalamts aus München suchten die Räumlichkeiten ab. Nachdem auch im restlichen Gebäude nichts gefunden wurde, konnte nach rund zweieinhalb Stunden die Absperrung aufgehoben werden.

Völlig unklar bleibt neben dem Verfasser vorerst auch das Motiv der Bombendrohung. Eine Erpressung? Ein Racheakt? Womöglich ein schlechter Scherz? „Zum Inhalt des Schreibens können wir aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen“, so Pressesprecher Johann Lankes.

Spekuliert wird auch, ob es in dem Drohschreiben eine konkrete Zeitangabe gab. Gerüchten zufolge, soll auf dem Zettel der Freitag genannt worden sein. Auch hierfür gibt es mit Verweis auf die Ermittlungstaktik keine Auskunft von der Polizei. Vor der betroffenen Filiale war am Freitag keine Polizeipräsenz erkennbar. Inge Roith, stellvertretende Dienststellenleiterin der Straubinger Polizeiinspektion: „Aufgrund der bisherigen Ermittlungen besteht aus polizeilicher Sicht keinerlei Gefahr mehr!“

Damit ist die Arbeit der Polizei allerdings noch nicht getan: Die weiteren Ermittlungen werden nun von der Kriminalpolizei geführt und richten sich gegen den unbekannten Verfasser des Drohbriefs.


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