24.09.2018, 07:31 Uhr

Fabienne zieht über Niederbayern Sturm-Crash im Landkreis, Tribünendach der Straubinger Trabrennbahn abgedeckt


Sturmtief Fabienne hat am Sonntagabend über Straubing und Niederbayern gewütet.

STRAUBING/NIEDERBAYERN Wie die Polizei mitteilt, gingen am Sonntagabend (23. September) zwischen 19.45 und 21.45 Uhr über 115 witterungsbedingte Notrufe bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern ein, wobei vor allem aufgrund umgestürzter Bäume die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr benötigt wurden.

Aufgrund des Unwetters kam es zu sieben Verkehrsunfällen, bei denen Verkehrsteilnehmer gegen auf der Fahrbahn liegende Bäume bzw. Äste fuhren. Hierbei blieb es meist bei geringen Schäden an den Fahrzeugen. Bei einem Verkehrsunfall im Landkreis Straubing-Bogen, bei dem ein Pkw-Fahrer wegen eines umgestürzten Baums verkehrsbedingt anhalten musste und ein nachfolgender Pkw auf diesen auffuhr, wurde eine Person leicht verletzt. Aufgrund von umgestürzten Bäumen mussten auch mehrere Straßen kurzfristig gesperrt werden.

Im Straubinger Stadtgebiet und im Landkreis kam durch die starken Windböen zu zahlreichen Einsätzen. Auf der B 8 bei Aiterhofen und der B 20 bei Oberschneiding lagen Bäume auf der Fahrbahn. Die Kreisstraße SR 20 bei Atting war aufgrund mehrerer großer Äste auf der Fahrbahn nur noch einspurig befahrbar, ebenso wie die Strecke bei Lerchenhaid, wo ein Baum über der Straße lag.

Im Stadtgebiet fielen einige Bauzäune um und lagen teilweise auf der Straße, außerdem wurde die Scheibe eines abgestellten Autos durch ein umfallendes Verkehrszeichen eingeschlagen und das Autodach eines weiteren Fahrzeuges durch einen herabfallenden Ziegel beschädigt. Bei einer Firma im Osten Straubings wurde durch den Sturm der Notstrommelder ausgelöst. Gegen 20.30 Uhr fuhr ein 16-Jähriger mit einem Leichtkraftrad auf der Kreisstraße SR 12 in Richtung Straubing. Obwohl er langsam unterwegs war, erkannte er einen Baum, der auf Höhe Ittling auf die Straße gestürzt war, zu spät und stürzte. Der 16-Jährige wurde nicht verletzt. Die verständigte Feuerwehr entfernte den Baum. In der Äußeren Passauer Straße wurde ein großer Teil eines Daches abgedeckt. Für die Arbeiten musste die Äußere Passauer Straße vom Steinweg bis zur Leutnerstraße komplett gesperrt werden.

An der Trabrennbahn Straubing rissen die Windböen gegen 20 Uhr das Dach des Tribünenhauses herunter (Foto). Das Dach fiel auf einen Parkplatz nebenan. Verletzt wurde niemand.

Zahlreiche Einsätze für die Hilfskräfte und Feuerwehren gab es auch im Landkreis Straubing-Bogen.

Kreisbrandrat Albert Uttendorfer zählte binnen weniger Stunden 25 bis 30 Einsätze der Feuerwehren. „Die meisten Einsätze waren technische Hilfeleistungen, weil Äste oder Baumteile die Straßen blockiert haben“, so der KBR. „Im Stadtgebiet Geiselhöring kam zudem noch ein Unfall hinzu. Insgesamt sind wir aber mit einem dunkelblauen Auge davongekommen, wenn man die Situation in Franken sieht“, so das Fazit von Albert Uttendorfer.

Im Bereich der Integrierten Leitstelle Straubing (Landkreise Straubing-Bogen, Deggendorf, Regen, Stadt Straubing) gab es wegen des Sturmtiefs ca. 200 Unwettereinsätze, wie Gerhard Kleeberger, Leiter der Integrierten Leitstelle, resümierte. „Unwettereinsätze haben sich in allen drei Landkreisen des RDB Straubing ereignet. Die Zusammenarbeit war hervorragend.“ Zur Unterstützung der ILS ließ Kreisbrandrat Albert Uttendorfer auch die neue Kreiseinsatzzentrale in Bogen hochfahren, um so für die Anforderungen durch das Unwetter bestens gerüstet zu sein.

Landrat Josef Laumer richtete am Montag seinen persönlichen Dank an die eingesetzten Kräfte. „Es wurde alles hervorragend abgearbeitet. Ich bedanke mich bei allen Helfern, die binnen weniger Stunden – und das am Wochenende – stark belastet waren und phantastische Arbeit geleistet haben. Das zeigt, dass wir uns auf unsere Rettungsdienste und Feuerwehren verlassen können und für solche Wetter- und Einsatzlagen bestens gerüstet sind.“

Mehr Infos zum Sturmtief Fabienne gibt‘s auf der Wochenblatt-Themenseite


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