27.07.2018, 15:37 Uhr

Schlimmer Unfall im Reiseverkehr Pkw prallt gegen Sattelzug – Kind erleidet schwerste Verletzungen


Schwerer Verkehrsunfall am Freitag auf der A3 bei Straubing

STRAUBING Am Freitagvormittag (27. Juli) um 11:25 Uhr ereignete sich auf der A 3, kurz nach der Anschlussstelle Kirchroth, ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Sattelzug und einem Pkw/Anhänger-Gespann.

Zum Unfallzeitpunkt herrschte dichter Reiseverkehr in Richtung Süden. Ein Sattelzug aus Regensburg, der von einem 22-jährigen Berufskraftfahrer aus der Tschechischen Republik gesteuert wurde, musste verkehrsbedingt abbremsen. Der Sattelzug stand bereits, als ein Pkw-Fahrer (39) aus Baden-Württemberg fast ungebremst auf den Auflieger auffuhr. Durch den heftigen Aufprall wurde der Pkw bis zur Fahrzeugmitte massiv eingedrückt und nach rechts geschleudert. Der Pkw kam dann quer zur Fahrbahn auf dem linken Fahrstreifen zum Liegen, der mitgeführte Anhänger sprang von der Anhängerkupplung und kam ebenfalls quer zur Fahrbahn zum Stehen.

Der Pkw-Fahrer war angeschnallt und zog sich mittelschwere Verletzungen zu. Die 38-jährige Lebensgefährtin wurde ebenfalls mittelschwer verletzt, sie befand sich zum Unfallzeitpunkt auf dem Rücksitz und war nach ersten Ermittlungen der Autobahnpolizei Straubing/Kirchroth nicht angeschnallt. Das gemeinsame 8-jährige Kind war ebenfalls nicht vorschriftsmäßig auf der Rücksitzbank gesichert. Durch den massiven Anprall wurde der Junge nach vorne gegen die Rückenlehne des Beifahrersitzes geschleudert und zog sich dabei schwerste Verletzungen zu.

Das bewusstlose Kind wurde vor Ort durch einen zufällig an der Unfallstelle vorbeifahrenden Notarzt stabilisiert und erstversorgt. Danach wurde der Junge mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum geflogen. Die beiden Eltern wurden mit dem Rettungswagen ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock und wurde psychologisch von Kräften des Kriseninterventionsteams betreut.

Zur Klärung der Unfallursache wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Gutachten angeordnet. Die Autobahn musste zur Bergung und zur Erstellung des Gutachtens total gesperrt werden. Durch die Autobahnmeisterei Kirchroth wurde eine Ausleitung an der Anschlussstelle Kirchroth eingerichtet. Beide Fahrzeuge wurden sichergestellt und waren nicht mehr fahrtauglich.

An der Unfallstelle waren neben einer Streifenbesatzung der Autobahnpolizei Kirchroth folgende Einsatzkräfte vor Ort: Freiwilligen Feuerwehren aus Kirchroth, Parkstetten und Steinach sowie diverse Rettungskräfte und der Rettungshubschrauber aus Ingolstadt. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von ca. 20000 Euro.Die Totalsperre der A3 konnte um 15 Uhr aufgehoben werden.


0 Kommentare