14.06.2018, 17:38 Uhr

Hässlicher Vorfall in Straubing Beschmierte Deutschlandfahne aus dem Fenster des Asylbewerberheims gehängt

Die Deutschlandfahne mit dem Schriftzug „Fuck“ hing am Fenster des Straubinger Asylbewerberheims (Foto: STEFAN SCHMIDBAUER)Die Deutschlandfahne mit dem Schriftzug „Fuck“ hing am Fenster des Straubinger Asylbewerberheims (Foto: STEFAN SCHMIDBAUER)

Aus einem Fenster des staatlichen Asylbewerberheims in Straubing ist eine mit einem Schimpfwort verunstaltete Deutschlandfahne gehängt worden.

STRAUBING Hässlicher Vorfall in Straubing: Aus einem Fenster der staatlichen Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Hotel Wittelsbach am Stadtgraben ist eine beschmierte Deutschlandfahne gehängt worden. Auf den schwarz-rot-goldenen Nationalfarben stand in großen Lettern das Schimpfwort „Fuck“ (engl. „Scheiße“) geschrieben. Wie lange die Hass-Fahne im Seitenbereich des Gebäudes hing, ist unklar. Inzwischen ist die Flagge verschwunden. „Die Fahne wurde heute Mittag durch den Heimleiter entfernt“, so Katharina Kellnberger, Pressesprecherin bei der Regierung von Niederbayern, am Donnerstag auf Wochenblatt-Nachfrage.

Wer die Fahne aus dem Fenster gehängt hat, ist unklar. Eine entsprechende Anfrage des Wochenblatts bei der zuständigen Regierung von Niederbayern zu Täter und Tatmotiv blieb bis zum späten Donnerstagnachmittag unbeantwortet.

Die beschmierte Deutschlandfahne von Straubing könnte strafrechtliche Konsequenzen haben. Im Strafgesetzbuch (StGB) ist die „Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole“ geregelt. Unter Paragraf 90a heißt es unter anderem: „ Wer öffentlich (…) die Farben, die Flagge, das Wappen oder die Hymne der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder verunglimpft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Ebenso wird bestraft, wer eine öffentlich gezeigte Flagge der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder oder ein von einer Behörde öffentlich angebrachtes Hoheitszeichen der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder entfernt, zerstört, beschädigt, unbrauchbar oder unkenntlich macht oder beschimpfenden Unfug daran verübt.“

Das Kommissariat „Staatsschutz“ hat die Ermittlungen aufgenommen. Bei der Tätersuche sind die Ermittler offenbar einen Schritt weitergekommen – mehr Infos


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