23.10.2020, 12:56 Uhr

Kampfmittelräumdienst vor Ort Erneut Blindgänger im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof entdeckt

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

Zur Stunde − Freitag, 23. Oktober, 11.20 Uhr – sind Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes Nürnberg vor Ort im Hofer Neubaugebiet Rosenbühl. Dort hatten Mitarbeiter des städtischen Bauamtes erneut einen Blindgänger gefunden. Polizei, der Katastrophenschutz der Stadt Hof und der Kampfmittelräumdienst wurden umgehend informiert.

Hof. Bei Rodungsarbeiten im Neubaugebiet Rosenbühl haben Bauarbeiter einen Blindgänger gefunden. Das Räumkommando ist gegenwärtig vor Ort und hat die Situation beurteilt. Aufgrund der Lage des Blindgängers kann mit einer Entschärfung nicht zugewartet werden. Derzeit werden bis 11.30 Uhr die beiden Schulen, das Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium und Johann-Georg-August-Wirth Realschule Hof geräumt werden. Die Schüler sollen in das Ossecker Stadion ausweichen und können unmittelbar nach der Entschärfung wieder zurück. Nach Auskunft Räumkommando sei der Zünder gut zugänglich und die Entschärfung sollte kein Problem darstellen.

Da in der Realschule mit Prüfern aus ganz Bayern eine Lehrprobe stattfindet, wird die betroffene Klasse das Schulgebäude um 11.30 Uhr umgehend verlassen in Richtung Blücherstraße. Die anderen Kinder begeben sich bereits vorher ab 11.10 Uhr Richtung Ossecker Stadion. Nach Abschluss der Entschärfung können die Kinder in die Schulen zurück, der reguläre Schulschluss und anschließende Transport mit Schulbussen erfolgt wie gewohnt ab 13 Uhr.

Das Neubaugebiet Rosenbühl liegt in der damaligen Einflugschneise der alliierten Bomberpiloten im Zweiten Weltkrieg. Aufgrund ihrer verkehrstechnischen Bedeutung im zweiten Weltkrieg waren der Hofer Hauptbahnhof, der Bahnhof Neuhof und die Unterkotzauer Eisenbahnbrücke im Frühjahr 1945 immer wieder Ziel von Bombenangriffen. Der erste Blindgänger wurde am Juni 2020 im Bebauungsgebiet Rosenbühl gefunden.


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