22.10.2020, 10:11 Uhr

Bußgeld verdoppelt Bundesstraße mit Lkw-Rennstrecke verwechselt – Fahrer zeigt keine Einsicht

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Am Mittwoch, 21. Oktober, gegen 14.45 Uhr, kontrollierten Beamte der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Weiden in der Oberpfalz, auf der Bundesstraße B22 bei Erbendorf einen slowakischen Sattelzug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 40 Tonnen.

Erbendorf. Anhand der Geschwindigkeitsaufzeichnungen im digitalen Kontrollgerät konnten die Beamten feststellen, dass der 32-jährige slowakische Lkw-Fahrer mit einer Geschwindigkeit von 84 km/h von Bayreuth kommend in Richtung Weiden über die Bundesstraße fegte, was eine Überschreitung von 24 km/h darstellte.

Das im Fahrzeug verbaute digitale Kontrollgerät zeichnet wesentliche Nutzungsdaten über das Fahrzeug, insbesondere aber auch die Lenk- und Ruhezeiten sowie die gefahrene Geschwindigkeit gerichtsverwertbar auf. Da überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen darstellt, gilt für Kraftfahrzeuge von mehr als 7,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h sowie 80 km/h auf Bundesautobahnen.

Weil der Fahrer innerhalb von 30 Minuten mehrfach die Geschwindigkeit überschritten hatte, wurde der eigentliche Bußgeldsatz von 80 Euro auf 160 Euro verdoppelt. Außerdem erwartet den Raser eine Eintragung im Fahreignungsregister von einem Punkt. Einsicht zeigte der junge Mann nicht, vielmehr beschwerte er sich über das hohe Bußgeld.


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