14.10.2020, 13:47 Uhr

Großeinsatz Bombenfund im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof – Seniorenwohnheim muss evakuiert werden

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

Aufgrund einiger Bombenfunde im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof werden die Bewohner des Seniorenhauses Rosenbühl evakuiert. Die Kita „Emilia“, die sich ebenfalls in der August-Mohl-Straße befindet, bleibt am Donnerstag 15. Oktober, geschlossen.

Hof. Dies haben Vertreter der Stadt Hof, des Katastrophenschutzes, der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei und der HofBus GmbH gemeinsam mit der Heimleitung des Seniorenhauses Rosenbühl, der Leitung der Kita und dem Sprengmeister am Vormittag entschieden.

Bevor der Kampfmittelräumdienst am Donnerstag, 15. Oktober, die gefundenen Blindgänger entschärft, werden Anwohner und Anwohnerinnen sowie Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenhauses Rosenbühl in Sicherheit gebracht. Die Kita „Emilia“ sowie das im Evakuierungsgebiet gelegene Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium, die Johann-Georg-August-Wirth-Realschule sowie die Fachakademie für Sozial- und Heilpädagogik bleiben am Donnerstag ganztätig geschlossen.

Die Evakuierung des Seniorenhauses Rosenbühl, in dem 56 Bewohnerinnen und Bewohner leben, übernimmt die Diakonie Hochfranken als Träger der Einrichtung mit Unterstützung des Bayerischen Roten Kreuzes. Untergebracht werden die Seniorinnen und Senioren im Haus Klosterhof, das ebenfalls von der Diakonie geführt wird.

Als Ausweichquartier steht die Freiheitshalle zur Verfügung. Da dort corona-bedingt die Kapazitäten begrenzt sind, bittet die Stadt Hof die Anwohnerinnen und Anwohner, die evakuiert werden, sich auf eigene Initiative in eine gesicherte Unterkunft zu begeben, zum Beispiel Verwandte oder Freunde besuchen. Eine Ausnahme davon sind Anwohnerinnen und Anwohner, die keine anderweitige Unterkunftsmöglichkeit haben. Diese werden mit Bussen der HofBus GmbH zur Freiheitshalle gebracht. Die HofBus GmbH übernimmt auch den Transport von Rollstuhlfahrern. Pflegebedürftige oder bettlägerige Anwohnerinnen und Anwohner bzw. deren Angehörige haben die Möglichkeit, sich für einen Transport durch das BRK ab sofort an die Stadt Hof zu wenden. Die Stadt Hof erfasst momentan die Anzahl der Pflegebedürftigen und ist ab sofort unter der Telefonnummer 09281/ 815-1425 erreichbar. In der Freiheitshalle wird das Bayerische Rote Kreuz außerdem eine Betreuungsstelle einrichten. Die August-Mohl-Straße wird während der Evakuierung befahrbar sein.

Die Evakuierung wird um circa 7.30 Uhr beginnen und soll bis circa 9 Uhr abgeschlossen sein. Ob der Katastrophenfall ausgerufen wird, entscheidet sich am Mittwochnachmittag. Von der Evakuierung werden insgesamt rund 3.000 Menschen betroffen sein.

Sondierungen im Neubaugebiet

Am Dienstag, 13. Oktober, fanden den ganzen Tag über im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof Sondierungen statt. Dabei haben sich weitere Verdachtsfälle bestätigt. Nach aktuellem Stand wurden drei 50-Kilo-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Ziel der Sondierungen war es, bis zur Entschärfung der Bomben durch den Kampfmittelräumdienst am Donnerstag, 15. Oktober, so viele weitere Blindgänger, wie möglich, zu detektieren, um diese gebündelt unschädlich zu machen.

Das Neubaugebiet Rosenbühl liegt in der damaligen Einflugschneise der alliierten Bomberpiloten im Zweiten Weltkrieg. Aufgrund ihrer verkehrstechnischen Bedeutung im Zweiten Weltkrieg waren der Hofer Hauptbahnhof, der Bahnhof Neuhof und die Unterkotzauer Eisenbahnbrücke im Frühjahr 1945 immer wieder Ziel von Bombenangriffen. Der erste Blindgänger wurde im Juni 2020 im Bebauungsgebiet Rosenbühl gefunden.


0 Kommentare