08.10.2020, 14:52 Uhr

Zollkontrollen Rauschgiftspürhund ließ sich nicht täuschen

 Foto: BWZ Bundesfinanzverwaltung Foto: BWZ Bundesfinanzverwaltung

Säumige Schuldner rechnen eher damit, dass der Gerichtsvollzieher an der Haustür klingelt und erwarten ihn eigentlich nicht auf der Autobahn. Dass dies aber durchaus auch der Fall sein kann, diese Erfahrung musste ein Reisender machen, als er vor kurzem von Zöllnern der Kontrolleinheit Verkehrswege Selb des Hauptzollamts Regensburg auf der A93 kontrolliert wurde.

Selb. Im Rahmen der zollrechtlichen Kontrolle stellten die Beamten fest, dass gegenüber dem Mann öffentlich-rechtliche Vollstreckungsschulden in Höhe von mehr als 10.000 Euro vorlagen. Da diese Schulden bisher nicht beglichen waren, wurden diese zur Grenzvollstreckung ausgeschrieben. Nachdem der Reisende zumindest einen Teil der Forderungen vor Ort tilgen konnte, durfte er seine Fahrt fortsetzen. Insgesamt gingen den Selber Zöllnern an diesem Tag vier säumige Schuldner ins Netz.

Bei zwei weiteren Aufgriffen gelang es den Selber Zöllnern, mit Hilfe der eingesetzten Rauschgiftspürhunde, insgesamt circa fünf Gramm Marihuana sicherzustellen. Versteckt war das Rauschgift in einer Filmdose, in einer Plastiktüte sowie in einem Überraschungsei.

Für einen Reisenden aus den USA im Fernreisezug nach Hof kam die Begegnung mit einem Rauschgiftspürhund völlig unerwartet. Er rechnete nicht damit, dass dem deutschen Zoll derartige Hilfsmittel zur Verfügung stehen würden. In seinem Rucksack befand sich eine geringe Menge Marihuana.


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