08.10.2020, 11:03 Uhr

Am Parkplatz Lipperts Schwerlastkontrollen auf der A9 – neues Kontrollfahrzeug der Verkehrspolizei Chemnitz im Einsatz

 Foto: Taina Sohlman/123rf.com Foto: Taina Sohlman/123rf.com

Zu einer länderübergreifenden Kontrolle des Schwerverkehrs trafen sich am Mittwoch, 7. Oktober, Spezialisten der Verkehrspolizeien aus vier Bundesländern am Parkplatz Lipperts an der Autobahn A9.

Lipperts. Neben den oberfränkischen Kontrollgruppen aus Bamberg, Bayreuth und Coburg nahmen Einsatzkräfte aus den Bereichen Zwickau, Chemnitz, Hermsdorf und Weißenfels an der von der Hofer Verkehrspolizei organisierten Veranstaltung teil. Unterstützung erfuhren die Polizeibeamten von einer Beamtin des Gewerbeaufsichtsamts Coburg.

Reges Interesse zeigten die Spezialisten am neuen hochtechnisierten Kontrollfahrzeug der Verkehrspolizei Chemnitz. Mit der unauffällig verbauten Technik ist es möglich, im Vorbeifahren die Länge und Höhe der passierten Fahrzeuge zu messen und gleichzeitig automatisch bestimmte Daten der digitalen Fahrtenschreiber der neuen Generation abzurufen.

Die Technik unterstützt die Verdachtsgewinnung hinsichtlich Manipulationen an den Fahrtschreibern und entlarvt die schwarzen Schafe der Transport-Branche. Fahrer, die sich vorschriftsmäßig verhalten bleiben weitgehend von Kontrollen verschont.

Innerhalb von fünf Stunden kontrollierten die Fachkräfte 31 Lastwagen, von denen 18 beanstandet werden mussten. 23 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen, technischer Mängel und Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten sowie drei Strafanzeigen ist das Ergebnis der Kontrolle.

Herauszuheben ist der Fall eines moldawischen Sattelzug-Fahrers. Der 36-jährige war mit seinem Kühlzug mit rumänischer Zulassung auf dem Weg nach Spanien. Die Überprüfung seines Führerscheines ergab, dass dieser gefälscht war. Sein nationales polnisches Visum berechtigte ihn zudem nicht zur Arbeitsaufnahme bei einer rumänischen Spedition. Er wird sich deshalb wegen Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und illegalem Aufenthalt strafrechtlich verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft Hof ordnete eine Sicherheitsleistung von 600 Euro an. Die Weiterfahrt war für ihn beendet. Die Spedition muss sich um einen Ersatzfahrer kümmern.


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