01.10.2020, 21:15 Uhr

Ermittlungen in Weiden Trio soll 22-Jährigem nach Sturz in den Flutkanal nicht geholfen haben – Haftbefehle erlassen

 Foto: Jörg Hüttenhölscher/123rf.com Foto: Jörg Hüttenhölscher/123rf.com

Am Samstag, 12. September, wurde ein 22-jähriger Mann bei der Polizeiinspektion Weiden als vermisst gemeldet. Wenige Stunden später wurde dieser durch einen Taucher tot aus dem Flutkanal geborgen. Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden und Staatsanwaltschaft Weiden ermitteln nun wegen Totschlags durch Unterlassen.

Weiden. Wie bereits berichtet, wurde der 22 Jahre alte Mann am 12. September nach intensiven Suchmaßnahmen tot aus dem Flutkanal nahe der Friedrich-Ebert-Straße in Weiden geborgen. Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden hatte in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Weiden die Ermittlungen übernommen und mittels eines Zeugenaufrufs auch die Bevölkerung um Hinweise gebeten. Dank mehrerer, hilfreicher Aussagen von Zeugen gerieten drei Personen, zwei 23-Jährige aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und eine 21 Jahre alte Frau aus Weiden, in den Fokus der Ermittlungen. Sie sind dringend tatverdächtig, es unterlassen zu haben, dem 22-jährigen Mann Hilfe zu leisten. Er war infolge erheblicher Alkoholisierung hilflos. Die drei Personen waren die Begleiter des zu Tode gekommenen Mannes und sahen nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen, wie er ins Wasser fiel.

Am 1. Oktober wurden die drei Tatverdächtigen daher durch Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Weiden festgenommen und einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen Totschlags durch Unterlassen. Die jungen Erwachsenen sitzen mittlerweile in Justizvollzugsanstalten. Die Ermittlungen dauern an.


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