28.09.2020, 14:46 Uhr

Zu schnell bei Regen Drei Verkehrsunfälle bei Nässe auf der Autobahn A9

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Insgesamt drei Verkehrsunfälle ereigneten sich im Verlauf des Samstags, 26. September, auf der Autobahn A9 im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizeiinspektion Hof.

Münchberg/Berg. Kurz nach 7 Uhr frühmorgens durchfuhr ein 37-jähriger Hallenser mit seinem Mercedes die Münchberger Senke in Richtung Süden. Der Mann räumte ein, mit circa 160 km/h unterwegs gewesen zu sein. Wie sich herausstellte, war die gewählte Geschwindigkeit für die schlechten Wetterverhältnisse zu hoch gewählt. Der Mercedes geriet infolge Aquaplaning ins Schleudern und krachte in die Mittelschutzplanke. Entgegen der Fahrtrichtung auf der linken Spur kam die nun stark beschädigte C-Klasse zum Stillstand. Der allein reisende Fahrzeugführer blieb glücklicherweise unverletzt.

Zur Bergung des Mercedes musste ein Abschleppdienst vor Ort kommen. Zudem waren zahlreiche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Münchberg und der Autobahnmeisterei Münchberg an der Unfallstelle. Diese erledigten ihre Aufgaben gewohnt professionell. Sie sicherten die Gefahrenstelle für den nachfolgenden Verkehr ab, gewährleisteten Brandschutz und reinigten die Fahrbahn. Zu einer Vollsperrung der Richtungsfahrbahn kam es nicht. Der Verkehr floss bis zur vollständigen Räumung der Unfallstelle auf der rechten Spur vorbei. Den Sachschaden am Mercedes schätzt die Polizei auf circa 20.000 Euro, den an der Mittelschutzplanke auf knapp 10.000 Euro.

Der nächste Unfall passierte dann um die Mittagszeit gegen halb zwei Uhr auf der nassen Fahrbahn in Richtung Berlin. Ein 35-jähriger Mann aus Zeulenroda fuhr an der Anschlussstelle Münchberg-Nord mit seinem Suzuki auf die Autobahn ein. Hierbei beschleunigte der Thüringer den Geländewagen zu stark und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Suzuki schleuderte von der mittleren auf die linke Spur. Der dort kommende 48-jährige Fahrer einer voll besetzten Mercedes C-Klasse konnte nicht mehr ausweichen und kollidierte in den Suzuki. Der Mercedes blieb zunächst verunfallt auf der linken Spur stehen, der Suzuki-Fahrer konnte sein Gefährt noch auf den Standstreifen umsetzen. Die Fahrbahn war mit Trümmerteilen übersät. Gott sei Dank wurde auch hier niemand verletzt. Für die Bergung der beiden stark beschädigten Fahrzeuge wurden Abschleppdienste hinzugezogen. Zur Fahrbahnreinigung musste die Autobahn kurzzeitig vollgesperrt werden. Der Sachschaden am Suzuki beträgt schätzungsweise 7.000 Euro, der am Mercedes circa 8.000 Euro.

Abschließend verlor am Samstagabend kurz nach 18 Uhr eine 24-jährige Frau aus Baden-Württemberg die Kontrolle über ihren Saab. Aus Berlin kommend geriet die Auszubildende kurz vor der Anschlussstelle Berg auf der regennassen Fahrbahn von der linken Spur aus nach links von der Fahrbahn ab und streifte die Mittelschutzplanke. Sie selbst blieb unverletzt und konnte ihr Fahrzeug noch auf den nahe gelegenen Autohof steuern. Von hier aus verständigte sie selbst die Polizei. Der Sachschaden am Saab beträgt laut Einschätzung der Polizei in etwa 3.000 Euro.

Gegen die jeweiligen Fahrzeugführer wird nun ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Ihnen wird vorgeworfen, bei schlechten Wetterverhältnissen mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren zu sein. Dieses Verhalten bewirkt ein Bußgeld in Höhe von 145 Euro und einem Punkt in Flensburg.


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