23.09.2020, 16:22 Uhr

Sommer in der Notfallambulanz Vom Meniskusschaden über Handgelenksfraktur bis zur Rockwood-Verletzung – typische Sportverletzungen

Boris Herbst und Dr. Julia Roßkopf, jeweils in der Notfallambulanz. Foto: Bernhard Krebs/Christina RiedlerBoris Herbst und Dr. Julia Roßkopf, jeweils in der Notfallambulanz. Foto: Bernhard Krebs/Christina Riedler

Ein „Indian Summer“, wie er im Buche steht. Sonnenschein und hohe Temperaturen locken vor allem Radfahrer auch nach der eigentlichen Sommersaison auf die Straße. Die Kehrseite der Medaille: Zu schnell, zu unkonzentriert, zu eng beisammen gefahren– schnell findet eine Fahrradtour mit einem Sturz sein promptes Ende.

Schwandorf. Dank moderner Helme ist der Kopf zwar meist gut geschützt, dafür gehören Brüche und Prellungen an Handgelenk und Schlüsselbein zu den „typischen Sportverletzungen eines Sommers“, so Oberarzt Boris Herbst.

Gefährdete Fahrradfahrer

Zwei erfahrene Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie: Boris Herbst, der die Notfallambulanz der Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe leitet, und die Leitende Ärztin Dr. Julia Roßkopf, die unter anderem als D-Ärztin für das Durchgangsarztverfahren (DAV) der Berufsgenossenschaften zuständig ist, ziehen nach einem heißen und sportlichen Sommer eine unfallchirurgische Bilanz: Wenn verletzte Fahrradfahrer in der Klinik behandelt wurden, denn stand neben den genannten Verletzungen vor allem immer wieder die „Schultereckgelenkssprengung“ im ärztlichen Fokus. Bei dieser sogenannten Rockwood-Verletzung wird das Gelenk zwischen Schulterblatt und Schlüsselbein aufgrund eines Sturzes auf die Schulter bei anliegendem Arm in Mitleidenschaft gezogen – je nach Schwere der Verletzung wird entweder konservativ therapiert oder ist eine Operation nötig.

Konservativ oder OP, dies gilt auch für die allermeisten anderen Sportverletzungen. Hier zählen zu den häufigsten Fällen eines Sommers für die Orthopäden/Unfallchirurgen laut Herbst und Dr. Roßkopf diverse Bandverletzungen (wie zum Beispiel Kreuzband- und Seitenbandanrisse) und Meniskusschäden bei Vedreh-Verletzungen am Kniegelenk, bevorzugt bei Ballsportarten, sowie Bandverletzungen am Sprunggelenk durch Umknicken.

Eine Notfallambulanz rund um die Uhr

Auf die Bedeutung der Notfallambulanz an der Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe verweist Geschäftsführer Daniel Weiß. Hier biete man 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche prompte Hilfe auf höchstem orthopädischem und unfallchirurgischem Niveau. Zusammen mit seinem Team aus Medizinern und Pflegekräften stelle Boris Herbst nicht nur die Notfallversorgung bei akuten Verletzungen beziehungsweise einem Unfall sicher, sondern leite sofort auch die weiterführende Therapie ein.

Dabei sei es nicht selten entscheidend, bei der Therapie keine Zeit zu verlieren. „MRT, Risikoanalyse, die Koordination von Belastung oder Entlastung, aber auch, welche Medikamente zielführend sind – all dies gilt es bereits in der Notfallambulanz zu planen“, so Boris Herbst. Daran schließe sich dann eine genau terminierte Wiedervorstellung des Patienten in der Klinik an, bei der das weitere Vorgehen (konservativ mit Krankengymnastik und so weiter oder operativ) besprochen wird.


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