12.09.2020, 20:46 Uhr

Motorsport Finale der FIA Karting Europameisterschaft in der Oberpfalz – erste Entscheidungen in Wackersdorf gefallen

 Foto: sportingphoto.it Foto: sportingphoto.it

Die Elite des Kartsports ist an diesem Wochenende zum Finale der FIA Kart Europameisterschaft 2020 in Wackersdorf zu Gast. 140 Fahrerinnen und Fahrern gehen an den Start und lieferten sich im Zeittraining die ersten Duelle. Angeführt werden die Klassen von Alex Powell (OK Junior) und Andrea Kimi Antonelli (OK).

Wackersdorf. Bereits seit Donnerstag, 10. September, steht die 1.190 Meter lange Strecke in der Oberpfalz ganz im Zeichen der FIA Kart Europameisterschaft. Fahrer aus aller Welt gehen an den Start und kämpfen unter der Einhaltung eines strengen Sicherheits- und Hygienekonzeptes um die letzten Punkte in der Kart Europameisterschaft 2020. Als Führende reisten der US-Amerikaner Ugo Ugochukwu (OK Junior) und Taylor Barnard (OK) aus Großbritannien nach Wackersdorf.

Zum ersten Schlagabtausch kam es am Freitagnachmittag, 11. September, im Zeittraining. Für die 140 Pilotinnen und Piloten galt es das Maximale herauszuholen, bereits in den freien Trainings zeigte sich die hohe Leistungsdichte in den beiden Kategorien. Aus Deutschland treten 19 Fahrer an, die versuchen den Heimvorteil für ein gutes Ergebnis zu nutzen. Zu den Favoriten gehört Hannes Janker aus Röthenbach. 2018 gewann der Franke die Kart-Europameisterschaft und darf Wackersdorf seine Heimstrecke nennen.

Im Zeittraining wurden die beiden Klassen in jeweils vier Gruppen aufgeteilt, in denen die Fahrer acht Minuten Zeit hatten, ihre schnellste Runde zu fahren. Dieses gelang bei den Junioren Alex Powell (KR Motorsport) am besten. Der Jamaikaner führt das Feld nun am Samstag aus der Pole-Position in die Vorläufe. Meisterschaftsleader Ugo Ugochukwu (KR Motorsport) reihte sich als Zweiter in direkter Schlagdistanz ein.

Aus Deutschland war Maxim Rehm (Tony Kart Racing Team) aus Blaubeuren der erfolgreichste Fahrer und erreichte als 13. sein bisher bestes Saisonergebnis. Im Verfolgerfeld reihten sich die weiteren Deutschen Herolind Nuredini (SFR Motorsport, 28.), Leon Hoffmann (SRP Racing Team, 47.), Kaden Probst (SFR Motorsport, 55.), Louis Binder (Sodikart, 60.), Lenny Ried (Solgat Motorsport, 65.) und Thomas Rackl (Rexon Motors, 67.) ein.

Bei den Senioren war es Andrea Kimi Antonelli (KR Motorsport) der sich im Qualifying gegen die Konkurrenz behauptete und mit einem Vorsprung von knapp drei Zehntelsekunden eine deutliche Bestzeit fuhr. Gesamtleader Taylor Barnad (Rosberg Racing Academy) belegt nach dem Zeittraining den 13. Rang.

Aus Deutschland wurde Hannes Janker (TB Racing Team) seiner Favoritenrolle gerecht und führt als 14. die Riege der einheimischen Fahrer an. Ebenfalls in Schlagdistanz zum vorderen Feld sind Joel Mesch (TB Racing Team), Vincent Andronaco (Millennium Kart Racing), Arthur Tohum (CV Performance Group) und Ben Dörr (TB Racing Team) auf den Plätzen 20, 24, 26 und 28. Hinter dem Quartett platzierten sich Moritz Wiskirchen (TB Racing Team, 36), Juliano Holzem (SFR Motorsport, 38), Sandro Holzem (SFR Motorsport, 42), Nico Hantke (Ward Racing, 44), Hugo Sasse (Parolin Racing Kart, 50), Jakob Bergmeister (Millennium Kart Racing, 58) und Louis Kulke (CV Performance Group, 63).

Bereits zum dritten Mal trägt der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) gemeinsam mit den drei Automobilclubs ACV, ADAC und AvD ein internationales FIA-Rennen aus. Die beiden Klassen mit der Bezeichnung OK Junior und OK gelten als Vorstufe zur professionellen Rennsport-Karriere. Alle heutigen Formel-1-Stars haben in einer dieser Klassen ihre Motorsport-Laufbahn begonnen. Zuletzt gewann der britische Formel-1-Youngster Lando Norris in 2013 die Junioren Europameisterschaft und wurde nur ein Jahr später jüngster Senioren Weltmeister aller Zeiten.

Die aktuelle Corona-Pandemie lässt keine Zuschauer an der Rennstrecke zu. Ein umfangreicher Live-Stream unter www.fiakarting.com bringt aber alle Rennaction nach Hause.


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