11.09.2020, 12:22 Uhr

Kampfmittelvorerkundungen Blindgänger-Verdacht in Weiden

 Foto: Stadt Weiden Foto: Stadt Weiden

Im Rahmen der Voruntersuchungen für eine eventuelle Befestigung mit Schrankenanlage am Parkplatz Leyendecker Am Langen Steg und der Entwicklung des städtischen Stadions mit Erweiterung um zwei Kunstrasenplätze wurden seitens der Stadt Weiden 2019 Kampfmittelvorerkundungen beauftragt.

Weiden. Nach historischen Luftbildaufnahmen konnte damit gerechnet werden, dass alte Kampfmittel, die bis Ende des 2. Weltkrieges hergestellt wurden, aufgrund erkennbarer Bombentrichter im Boden im und um das Stadion anzutreffen sind. Für die notwendige Gefahrenabwehr, die aus Kampfmitteln zur Kriegsführung herrühren (Bomben, Minen, Raketen, Waffen, Munition, usw.) wurden mit mehreren Sondierungen Verdachtspunkte lokalisiert und durch die Firma HRS Kampfmittelerkundungs- und beratungs-GmbH aus Oberbayern sondiert. Aufgefundene Kampfmittel oder Kampfmittelreste im Boden sind von der Stadt Weiden als Grundstückseigentümer je nach Gefährdungspotential und Risiko zu bewerten und gegebenenfalls zu beseitigen.

Im Zuge der Errichtung der Kunstrasenplätze wurde entschieden, jegliche Risiken zu vermeiden und deshalb alle lokalisierten und sondierten Bodenbelastungen in metallischer Form zu beseitigen, auch wenn sich bei Öffnung gegebenenfalls die Bodenverunreinigung nicht als Kampfmitteln oder Kampfmittelteilen erweist.

Zuletzt am Sonntag, 6. September, konnte im Rahmen einer Baubegehung der Zeitplan für die Grabungsarbeiten der Firma HRS finalisiert werden. Während bei mehreren lokalisierten bzw. sondierten Verdachtspunkten eine relativ geringes Risikopotential aus den im Boden vermuteten Kampfmitteln erwächst, besteht bei einem Verdachtspunkt allerdings die Möglichkeit eines Blindgängers, sodass die Bodenöffnung an dieser Stelle mit großer Sorgfalt und unter Einhaltung eines Evakuierungsradius von 500 Metern erfolgen muss. Die Vorbereitungen für die Öffnung des Verdachtspunktes mit einer Evakuierung im 500 Meter Radius laufen in enger Abstimmung mit allen beteiligten Führungskräften aller Weidener Rettungsdienste einschließlich der Bundespolizei seit mehreren Wochen. Als geeigneter Öffnungstermin wurde auch, der Sonntag, 27. September, festgelegt. Die betroffenen Anwohner werden bereits schriftlich informiert. Die Evakuierung wird von Einsatzkräften der Feuerwehr, des THW und der Polizei durchgeführt.

Das städtische Bürgertelefon ist vom 14. bis zum 24. September und am 28. September von 8 bis 18 Uhr unter der Teelfonnummer 0961/ 81-3838 für alle Evakuierungsfragen freigeschalten. Am Wochenende, 25. und 26. September, werden die Zeiten erweitert von 8 bis 20 Uhr und am Sonntag 27. September von 6 bis 18 Uhr. Mail- Anfragen sind möglich unter bt@weiden.de Aktuelle Informationen werden ab 11. September auch regelmäßig im Internet unter www.weiden.de eingestellt.

Oberbürgermeister Jens Meyer wird zusammen mit allen Führungskräften der Rettungsdienste im Laufe der nächsten Woche im Rahmen einer Pressekonferenz ausführlich informieren. Jens Meyer: „Die Schlagkraft und Einsatzbereitschaft unserer Rettungskräfte ist herausragend, eine Gefährdung der Bevölkerung kann durch deren engagierten Einsatz ausgeschlossen werden. Ich gehe von einem reibungslosen Ablauf aus.“


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