28.08.2020, 11:21 Uhr

Bei Berg Reifenplatzer auf der Autobahn – und dann nahm das Unheil seinen Lauf

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Am Donnerstag, 27. August, kurz nach 11.39 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A9 kurz vor der Anschlussstelle Berg/Bad Steben in Fahrtrichtung München ein Verkehrsunfall, der zu weiteren Folgen führte.

Berg/Landkreis Hof. Zunächst kam um 11.38 Uhr ein 62-jähriger BMW-Fahrer ins Schleudern, weil der hintere Reifen an seinem Auto geplatzt war. Offenbar bei höherer Geschwindigkeit machte die Lauffläche des Reifens schlapp und löste sich, was das zu führte, dass der stark motorisierte BMW mehrmals in die rechte Leitplanke stieß und erst nach mehreren hundert Metern zum Stehen kam. Durch den havarierten BMW und herumliegende Teile waren die rechte und mittlere Spur der A9 blockiert. Der 62-jährige Fahrer erlitt einen Schock, seine 59-jährige Beifahrerin musste mit mittelschweren Verletzungen ins Klinikum nach Naila eingeliefert werden. Alleine der Schaden an der Leitplanke wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. Auch am BMW entstand erheblicher Sachschaden. Aufgrund des Schadensbildes wurde zunächst die Feuerwehr Berg an die Unfallstelle gerufen, die zusammen mit Helfern der Autobahnmeisterei die Unfallstelle absicherten und die Fahrbahn reinigte.

Helfer der Autobahnmeisterei wird angefahren

Im Zuge der notwendigen Absicherung dieser Unfallstelle kam es zu einer Verletzung eines Mitarbeiters der Autobahnmeisterei Münchberg. Die Straßenwärter hatten die Unfallstelle mit Leitkegeln und mit orangenen Fahrzeugen mit Warnlichtern abgesperrt. Trotz der deutlichen, vorschriftsmäßigen Absperrungen der Einsatzstelle fuhr in diesen abgesperrten Bereich ein weißer Kastenwagen hinein und streifte mit seinem Außenspiegel einen Mitarbeiter der Autobahnmeisterei am Arm. Zu allem Überfluss flüchtete der Fahrer des Kleintransporters von der Unfallstelle, ohne sich um den von ihm verursachten Vorfall zu kümmern. Trotz sofortiger Suchmaßnahmen konnte der weiße Kastenwagen nicht gefunden werden. Die Verkehrspolizei Hof sucht deshalb nach Zeugen, die Angaben zu dem Kastenwagen machen können. Hinweise werden unter der Telefonnummer 09281/ 704-803 entgegengenommen.

Auffahrunfall im Stau

Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten zum ursprünglichen Unfall führten zu einem Stau auf der A 9 kurz vor der Unfallstelle. Das Stauende erkannte eine 35-jährige Autofahrerin zu spät und prallte auf ihren Vordermann. Am Skoda Octavia des 35-jährigen Geschädigten aus Thüringen entstand ein Heckschaden von mindestens 3.000 Euro. Auch der Toyota der Unfallverursacherin wurde an der Front leicht beschädigt. Verletzte waren bei dem Auffahrunfall nicht zu beklagen.


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