23.08.2020, 10:24 Uhr

100 km/h schnell Regionalexpress rast im Landkreis Amberg-Sulzbach in eine Schafherde – 16 Tiere tot

Ein schreckliches Bild bot sich den Einsatzkräften – 16 Schafe haben am Samstagabend einen Zusammenstoß mit einem Regionalexpress zwischen Weigendorf und Etzelwang nicht überlebt. Foto: BPOLI WaldmünchenEin schreckliches Bild bot sich den Einsatzkräften – 16 Schafe haben am Samstagabend einen Zusammenstoß mit einem Regionalexpress zwischen Weigendorf und Etzelwang nicht überlebt. Foto: BPOLI Waldmünchen

Am Samstagabend, 22. August, gegen 19.25 Uhr, informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei in Waldmünchen darüber, dass ein Regionalexpress auf der Bahnstrecke von Nürnberg nach Weiden in eine Herde Schafe gefahren ist. Bei dem Unfall wurden 16 Tiere getötet. Die Strecke war deshalb rund 90 Minuten gesperrt.

Landkreis Amberg-Sulzbach. Der Zug war auf der Strecke 5904 von Nürnberg nach Weiden mit circa unterwegs, als es zwischen den beiden Ortschaften Weigendorf und Etzelwang im Landkreis Amberg-Sulzbach zu dem Unglück kam. Der 36-jährige Lokführer leitete sofort eine Schnellbremsung ein – auf seine Notsignale reagierten die Tiere nicht. Die 16 Schaffe gehören zu einer Herde, die sich in der Nähe des Unglücksortes in einem eingezäunten Areal befand. Warum die Schafe aus dem Gehege ausbrechen konnten und auf den Gleisen standen, ist noch unklar. Die Bundespolizei Waldmünchen ermittelt.

Der Zug ist anschließend zum Bahnhof in Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg weitergefahren, damit die Reisenden aussteigen konnten. Sie blieben bei dem Unfall unverletzt. Auch am Zug konnten keine Schäden festgestellt werden, weshalb der 48-jährige Notfallmanager der Bahn vor Ort entschied, dass er mit rund eineinhalb Stunden Verspätung seine Reise nach Weiden fortsetzen konnte.

Neben der Bundespolizei war auch eine Streife der PI Sulzbach-Rosenberg am Einsatzort. Die toten Schafe wurden von der Frau des 54-jährigen Schafherdenbesitzers und ihrem Sohn von den Gleisen entfernt, sodass die örtliche Feuerwehr nicht alarmiert werden musste.


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