18.11.2019, 11:12 Uhr

Verstärkung gesucht Sicherheitswacht – ehrenamtlicher Dienst für die Gesellschaft

(Foto: Weichold)(Foto: Weichold)

Rund hundert Frauen und Männer engagieren sich bereits bei der Sicherheitswacht in Oberfranken. Sie tragen regelmäßig zu einer Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bürger bei. Um auch zukünftig in dieser Form Präsenz zeigen zu können, sind die Teams auf der Suche nach Verstärkung.

OBERFRANKEN Sicherheitswachten gibt es in Bamberg, Bayreuth, Forchheim, Hof, Kulmbach, Wunsiedel, Selb, Kronach, Neustadt bei Coburg und Marktredwitz. Die Ehrenamtlichen werden an Stellen eingesetzt, an denen sie präventiv tätig werden können, die aber nicht so gefährlich sind, dass Polizeibeamte ständig vor Ort sein müssen. Sie sind zusätzliche Augen und Ohren der Polizei und stehen stets in Kontakt mit den Dienststellen. So sorgen sie dafür, dass in Notlagen oder Gefahrensituationen schnell und gezielt professionelle Hilfe alarmiert und geleistet werden kann. Dabei ist die Sicherheitswacht keine Hilfspolizei und auch keine Bürgerwehr. Sie kann und soll die Arbeit der Polizei nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Um auch zukünftig diesen Dienst an der Gesellschaft aufrecht erhalten zu können, sind alle Sicherheitswachten ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die in Zeiten zunehmender Individualisierung und Gleichgültigkeit die nötige Verantwortungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Zivilcourage mitbringen, diesen ehrenamtlichen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu leisten. Neben einer eingehenden Ausbildung erhalten Angehörige der Sicherheitswacht eine besondere Ausstattung wie Digitalfunkgerät, Taschenlampe, Reizstoffsprühgerät und ein Erste-Hilfe-Set. Sie tragen während ihres Dienstes ein dunkelblaues Polohemd und/oder eine dunkelblaue Einsatzjacke mit dem bayerischen Staatswappen und mit der Aufschrift „Sicherheitswacht“. Für jeden Einsatz gibt es eine Aufwandspauschale von acht Euro pro Stunde.

Die in der Sicherheitswacht ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger sind keine Polizisten. Es handelt sich um Ehrenamtliche im Dienste des Gemeinwohls, die zunächst die gleichen Rechte wie jeder andere Bürger auch haben. So dürfen sie beispielsweise einen auf frischer Tat angetroffenen Straftäter bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Zudem dürfen sie in Notwehr und Nothilfe für die Mitmenschen handeln. Darüber hinaus gibt ihnen ein eigenes Gesetz folgende spezielle Befugnisse zur Gefahrenabwehr: Durchführung von Befragungen und Identitätsfeststellungen von Personen, Übermittlung von personenbezogenen Daten an Polizei und Gemeinden und Erteilung von Platzverweisen.

Wer sich angesprochen fühlt und dieses Ehrenamt für die Gesellschaft übernehmen möchte, kann sich gerne an den für seinen Bereich zuständigen Ansprechpartner wenden.


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