30.10.2019, 08:15 Uhr

Außer Rand und Band 21-Jähriger zertrümmert Heckscheibe eines Streifenwagens und greift Polizisten an

(Foto: chalabala/123RF)(Foto: chalabala/123RF)

In der frühen Morgenstunden des Samstags, 26. Oktober, kam es im Bereich Neustadt am Kulm zu einem Polizeieinsatz, in dessen Verlauf die eingesetzten Beamten von einem jungen Mann angegriffen wurden.

NEUSTADT AM KULM Gegen 3.45 Uhr verständigten Gäste einer Kirchweih-Veranstaltung in Filchendorf die Polizei, da es dort zu einem Streit zwischen mehreren Besuchern gekommen sein sollte. Den sichtlich angetrunkenen Unruhestifter hatten Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bereits in ihre Obhut genommen und festgehalten, als die Polizeistreife eintraf. Offensichtlich geriet der 21-Jährige plötzlich derart in Rage, dass er sich losriss und zu flüchten versuchte, was durch die Einsatzkräfte verhindert wurde.

Im Verlauf der weiteren Befragungen wurde der junge Mann immer rabiater. Der Aufforderung, ins Streifenfahrzeug einzusteigen, kam er nicht nach. Stattdessen holte er mit dem Kopf aus und schlug ihn gegen die Heckscheibe des Dienstfahrzeuges, sodass diese zersplitterte. Das Geschehen wurde von einer Vielzahl von Kirchweih-Gästen lautstark begleitet.

Beim Verbringen ins Fahrzeuginnere versuchte der Angetrunkene, den Beamten Kopfstöße zu versetzen und sie zu beißen. Aber auch, als er bereits im Fahrzeug saß, ließ er sich nicht beruhigen. Er spuckte um sich, trat mit den Beinen gegen die Fahrzeugausstattung und beleidigte die Beamten fortwährend.

Bei dem Vorfall blieben die Polizeibeamten unverletzt, der 21-Jährige wurde leicht verletzt.

Er hat sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung zu verantworten. Auch für den verursachten Schaden wird er aufkommen müssen. Aufgrund der Gesamtumstände wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Weiden dieser Vorfall im „priorisierten Verfahren“ bearbeitet. Diese beschleunigte Sachbehandlung soll der Entschlossenheit der Ermittlungs- und Justizbehörden im Vorgehen bei Angriffen gegen Polizei und Hilfsorganisationen Nachdruck verleihen.


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