23.10.2019, 17:05 Uhr

U-Haft Marihuana-Plantage entdeckt – 35-Jähriger wird aggressiv und verletzt Polizeibeamten schwer

(Foto: Holly Dilvarmi/123rf.com)(Foto: Holly Dilvarmi/123rf.com)

Am Sonntag, 20. Oktober, konnte bei einem 35-jährigen Mann in der Wohnung in Eschenbach eine Marihuana-Plantage aufgefunden werden. Bei Antreffen des Mannes beleidigte er die Beamten und griff diese massiv an, sodass einer der Polizisten in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft.

ESCHENBACH Gegen 18 Uhr teilte die Mutter des 35-Jährigen der Polizei in Eschenbach mit, dass sie sich um ihren Sohn Sorgen machen würde, da er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befinden würde. Als die Beamten am Marienplatz in Eschenbach an der Wohnung des Mannes waren, konnten in den Wohnräumlichkeiten zwei Marihuana-Aufzuchtanlagen sowie eine weitere, abgeerntete Plantage aufgefunden werden. Im Gesamten betrug die Menge etwa ein Kilogramm Marihuana. Des Weiteren befanden sich dort Utensilien für einen Rauschgiftkonsum sowie selbstgebaute Schusswaffenteile.

Der Mann selbst hatte sich nicht in der Wohnung befunden. Er war währenddessen mit seinem Motorrad zu seiner Mutter gefahren und randalierte dort. Nachdem die Beamten dort ankamen, beleidigte er sie und griff sie massiv an. Ein Polizist wurde durch Tritte gegen den Oberkörper verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Er konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzten. Ein zweiter Beamter wurde leicht verletzt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Weiden wurde eine Blutentnahme bei dem Beschuldigten angeordnet und durchgeführt. Das Rauschgift, sowie die Waffenteile wurden sichergestellt. Der Mann wurde am Dienstag, 22. Oktober, einem Richter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Er wurde zur Untersuchungshaft in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Ihn erwarten nun Anzeigen wegen Beleidigung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung, Bedrohung, Trunkenheit im Verkehr, Vergehen nach dem Waffengesetz, sowie Anbau und illegalen Handels mit Betäubungsmitteln. Das Verfahren wird als so genanntes priorisiertes Verfahren geführt. Dies hat zum Ziel, Angriffe gegen Personen von Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei schneller zu ahnden.

Die Kriminalpolizei Weiden hat die Ermittlungen aufgenommen.


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