19.10.2019, 16:31 Uhr

Zahlreiche Straftaten aufgedeckt Schwerpunkteinsatz an der Ostgrenze – Schleierfahnder waren erfolgreich

Foto: Erwin Wodicka/123rf.com (Foto: Erwin Wodicka/123rf.com)Foto: Erwin Wodicka/123rf.com (Foto: Erwin Wodicka/123rf.com)

Zahlreiche Straftaten und weitere Verstöße konnten Schleierfahnder der Grenzpolizei Selb zusammen mit weiteren Unterstützungskräften anlässlich eines verbandsübergreifenden Schwerpunkteinsatzes an der Ostgrenze am Donnerstag, 17. Oktober, aufdecken.

SELB/LANDKREIS WUNSIEDEL Vom Polizeipräsidium Oberfranken beteiligte sich die Grenzpolizeiinspektion Selb an der Aktion, bei der sie von Einsatzkräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität und illegalen Migration Unterstützung erhielten.

Insbesondere im Schwerpunktzeitraum von 13 bis 18 Uhr waren die Selber Schleierfahnder nicht nur auf den Straßen, sondern auch im Zug aus der Tschechischen Republik sowie bei Kontrollen von Reisebusinsassen erfolgreich und konnten zahlreiche Straftaten und Ordnungswidrigkeiten aufdecken.

Auf einem Parkplatz an der Autobahn A93 bei Gattendorf im Landkreis Hof, überprüften die Beamten, gegen 14.15 Uhr, einen 41-Jährigen aus Berlin, der mit seinem VW unterwegs war. In dem Wagen hatte der Mann insbesondere über 110 Tabletten unterschiedlicher Medikamente dabei, die die Polizisten sicherstellten. Da die nicht geringe Menge nach dem Anti-Doping-Gesetz um ein Vielfaches überschritten war, muss sich der 41-Jährige nun strafrechtlich verantworten. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei Hof.

Ein verbotenes Pfefferspray hatte eine Busreisende bei sich, die die Schleierfahnder um die Mittagszeit am Bahnhofsplatz in Hof überprüften. Die 37-jährige Polin erwartet nun eine Anzeige wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz.

Bei der Kontrolle eines weiteren Businsassen kam eine geringe Menge Marihuana zum Vorschein, die der 28-Jährige aus Halle vergeblich in einer Socke versteckt hatte. Auch er muss sich strafrechtlich verantworten.

Mehrere Vergehen nach dem Aufenthaltsgesetz waren die Folge einer Kontrolle der Schleierfahnder, die als gemeinsame Streife mit Bundespolizisten aus Selb unterwegs waren. Kurz nach 15.30 Uhr geriet ein BMW aus dem Zulassungsbereich Hamburg in Schirnding, Landkreis Wunsiedel, in den Fokus der Beamten, der zuvor aus der Tschechischen Republik eingereist war. Die Insassen, drei Männer und eine Frau mit syrischer Staatsangehörigkeit, im Alter von 22 bis 49 Jahren, konnten entweder nur einen Aufenthaltstitel beziehungsweise eine Fiktionsbescheinigung vorweisen oder hatten gar keinen oder einen abgelaufenen Pass dabei. Ebenfalls keinen Pass führte ein 18-jähriger Staatenloser mit, als ihn die Polizisten um 12.30 Uhr im Zug aus Tschechien in Schirnding überprüften. Die Bundespolizei Selb übernahm aufgrund ihrer Zuständigkeit in diesen Fällen die weiteren Ermittlungen.

Auf der Bundesstraße B303 bei Schirnding zogen die Beamten im Laufe des Nachmittags einen tschechischen VW Passat aus dem Verkehr. Rasch hatten die Fahnder den Verdacht, dass der 30 Jahre alte Fahrer unter dem Einfluss von Drogen stand. Ein Urintest bestätigte, dass der Mann zuvor Cannabis konsumiert hatte. Somit war eine Blutentnahme und die Untersagung der Weiterfahrt die Folge. Zudem muss sich der Mann wegen Fahrens unter Rauschgifteinfluss und eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Die gleichen Konsequenzen erwarteten einen 25-jährigen Würzburger, der ebenfalls Marihuana konsumiert hatte und den Fahndern an der gleichen Örtlichkeit in den späten Nachmittagsstunden ins Netz ging.

Gegen 14.45 Uhr wurden die Beamten im Einreisezug aus der Tschechischen Republik bei Schirnding auf einen Reisenden aufmerksam. Als sie ihn im Rahmen der Kontrolle durchsuchten, fanden sie griffbereit an der Innenseite seiner Hosentasche befestigt, ein Einhandmesser auf. Da der Tscheche das Messer nicht berechtigt führte, stellten es die Polizisten sicher. Eine Anzeige nach dem Waffengesetz ist die Folge.

Zwei weitere tschechische Staatsangehörige im Alter von 27 und 29 Jahren gerieten gegen 18 Uhr im Zug aus ihrem Heimatland nach Deutschland in den Fokus der Fahnder. In Schirnding überprüften die Beamten die Männer genau und wurden bei den Gepäckstücken fündig. Beide hatten jeweils einige Gramm Marihuana dabei, der jüngere zudem entsprechende Rauschgiftutensilien. Die Polizisten stellten Drogen und Zubehör sicher und leiteten gegen das Duo Ermittlungen wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz ein.


0 Kommentare