16.04.2019, 20:48 Uhr

So kann man sich vor Kriminellen schützen Kriminalhauptkommissar Wolfgang Sennfelder informierte bei der Frauen-Union

(Foto: Astrid Kirschner)(Foto: Astrid Kirschner)

Keine der fast 30 anwesenden Frauen will Opfer eines Verbrechens werden. Deshalb konnte sich die Ortsvorsitzende der Frauen Union Wackersdorf, Astrid Kirschner, in Wackersdorf über viele Gäste freuen. Auch Bürgermeister Thomas Falter kam, ebenso Kreisrätin Bettina Bihler sowie JU-Ortsvorsitzende Regina Wirth.

WACKERSDORF Am Donnerstag, 11. April, warnte Kriminalhauptkommissar Wolfgang Sennfelder, Fachberater bei der Kripo Amberg und Beauftragter in Sachen Präventionsarbeit (stellvertretend für die erkrankte Polizeihauptkommissarin Tina Schmidt) im Landkreis Schwandorf vor Gaunern, die sich als „falsche“ Polizisten Zutritt zu Wohnungen verschaffen wollen, persönliche Beziehungen vortäuschen, mit Gewinnversprechen versuchen, an Geld zu gelangen oder Notlagen vortäuschen. Es sei keineswegs unhöflich, unbekannte Personen vor der Türe stehen zu lassen, um sich, zur Kontrolle des Dienstausweises oder Personalausweises, seine Brille zu holen. Oder aber nach der Telefonnummer der Firma zu fragen und diese anzurufen, um sich den Hausbesuch bestätigen zu lassen. Lassen sie Keine Unbekannten in die Wohnung, so Sennfelder. Er appellierte beim Einkaufen auf Handtaschen und Geldbörsen zu achten (oft gedankenverloren, mit dem Einkaufzettel in der Hand, in den Korb gelegt, diesen in den Einkaufswagen gestellt) und bei Internet-Angeboten vorsichtig zu sein. Ein gesundes Misstrauen sei ein Muss in der heutigen Zeit. Eine Tasse Tee und ein Stück Kuchen im Café, ein freudiges Wiedersehen mit Freunden; ohne sich Gedanken zu machen, hängt man seine Handtasche an die Stuhllehne. Ein einfaches Spiel für Diebe. Deshalb der Tipp von Sennfelder – ein Handtaschenhalter, damit das feminine Accessoire an Tisch im Blickfeld befestigt werden kann. Auch der Schutz vor Missbrauch der Zahlungskarte (Bank-/Kreditkarte) war Thema. Eine schnelle Reaktion kann mit dem Notfall-Info-Pass Schlimmeres verhindern. Auf diesem ist die Telefonnummer des Sperr-Notrufs angegeben, um die Karte unverzüglich sperren zu lassen. Diese ausgefüllte Karte sollte schlauerweise nicht im Geldbeutel aufbewahrt werden. Das Posten in sozialen Netzwerken im Internet sei momentan in. Jedoch denken viele nicht darüber nach, dass sie Tür und Tor öffnen, indem jedem öffentlich mitgeteilt wird, dass man jetzt in den Urlaub fährt und wie lange. Circa acht Sekunden dauert es im Schnitt, bis ein geübter Einbrecher ein Fenster oder die Terrassentür aufgehebelt hat. Schnell seien Wertsachen, Bargeld oder Schmuck gefunden, und der Einbrecher ist über alle Berge. Auch die besten Verstecke werden gefunden; das Einfrieren von Bargeld im Gefrierschrank ist keine unbekannte Sache. Ein lohnender Artikel ist mittlerweile auch der Thermomix, für den man locker auch gebraucht noch online an die 1.000 Euro bekomme. Schwachstellen seien vor allem die Terrassentüren und Fenster im Erdgeschoss. Fenster und Türen werden einfach aufgehebelt. Dazu ist nicht viel nötig, ein einfacher Schraubenzieher genügt. Das Nachrüsten von Fenster und Türen kann vor Einbrüchen schützen, aber auch eine Optimierung der Beleuchtungstechniken rund ums Haus. Dahingehend gibt es viele Möglichkeiten. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz als auch bauliche Maßnahmen (Hinweis: Der Antrag Muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen). Wichtig in der heutigen Zeit ist eine intakte Nachbarschaft, welche die Augen offen hält. Lieber einmal zu oft die Polizei, den Freund und Helfer, alarmiert, wenn ein dunkler Geselle um des Nachbarn Haus und Hof schleicht. Der Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele Menschen einen großen Schock. Dabei machen den Opfern die Verletzung der Privatsphäre, das verlorengegangene Sicherheitsgefühl oder auch psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden. Oft werden Kleidung entsorgt, ab und an sogar Häuser verkauft.

Zahlreiche Broschüren und Infomaterialen lagen aus. Im Anschluss an die sehr informative Veranstaltung stand KHK Sennfelder noch für Fragen zur Verfügung und konnte so manche Unsicherheit beseitigen.

Astrid Kirschner bedanke sich mit einer Flasche Wein bei Sennfelder und in der Runde ließ man den schönen Abend ausklingen.


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