05.04.2019, 21:28 Uhr

Für Neu- und Wiedereinsteiger „Back on Bike“ – Oberpfälzer Polizei startet Verkehrssicherheitskampagne für Motorradfahrer

Die Kooperationspartner „Back on Bike“ mit Polizeipräsident Gerold Mahlmeister (Mitte). (Foto: Winterberg)Die Kooperationspartner „Back on Bike“ mit Polizeipräsident Gerold Mahlmeister (Mitte). (Foto: Winterberg)

Das Polizeipräsidium Oberpfalz stellte mit seinen Kooperationspartnern eine Verkehrssicherheitskampagne unter dem Slogan „Back on Bike“ vor.

REGENSBURG Basierend auf dem bayernweiten Programm „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ – Verkehrssicherheit 2020 und dem letztjährigen Schwerpunkt für die Sicherheit von Motorradfahrern stellte das Polizeipräsidium Oberpfalz zusammen mit seinen Kooperationspartnern am Freitag, 5. April, eine Kampagne, die insbesondere Neu- und Wiedereinsteiger als Motorradfahrer in die neue Saison begleiten soll, vor.

Zusammen mit dem Bayerischen Polizeiverwaltungsamt, dem ADAC und der Audi Verkehrsunfallforschung (AARU) sollen insbesondere Kradfahrer im Alter von 45 Jahren und älter, die über wenig Fahrpraxis verfügen, durch Veranstaltungen, Informationen und Trainings sensibilisiert und begleitet werden. Zudem beteiligt sich die Deutsche Verkehrswacht, Bezirk Oberpfalz, im Rahmen ihrer Aktion „Mobil bleiben, aber sicher!“ an der Verkehrssicherheitskampagne.

Das eigene Fahrverhalten kostete 2018 vier von fünf verunglückten Bikern über 45 Jahren das Leben. Dabei bleibt festzustellen, dass selbst eine langjährige Erfahrung als Autofahrer die Fahrpraxis auf einem Motorrad nicht ersetzt. Grund genug, gerade lebenserfahrene Männer und Frauen bei ihrem Neu- oder Wiedereinstieg in die Welt des motorisierten Zweirades mit Tipps und möglichen Übungseinheiten zu unterstützen.

Die Zielgruppe soll vor allem zu verantwortungsvollen Entschlüssen motiviert werden: „Du entscheidest, welches Motorrad du fährst, welche Kleidung dich schützt, ob du körperlich und mental fit bist und ob du an einem Sicherheitstraining teilnimmst.“ Am Ende der Sensibilisierung erhoffen sich die engagierten Partner vor allem eine Erkenntnis bei der Zielgruppe: Die beste Vorbereitung ist „Sicherheit durch Training!“, wie Polizeipräsident Gerold Mahlmeister ausführte und die regionalen Unfallzahlen, bezugnehmend auf die Zielgruppe, darstellte.

Der Präsident des Bayerischen Polizeiverwaltungsamtes, Timo Payer, gab einen Einblick in die bayernweite Statistik und verdeutlichte so die überregionale Bedeutung.

Der Verkehrs- und umweltpolitische Sprecher des ADAC, Alexander Kreipl, informierte über Fahrsicherheitstrainings und die Fahrsicherheitsanlage in Regenburg – Rosenhof, die zugleich Ort der Auftaktveranstaltung war.

Der Bezirksvorsitzende der Deutschen Verkehrswacht, Gernot Schötz, gab Einblicke in die eigene Präventionsaktion „Mobil bleiben, aber sicher“ und erklärte die gemeinsamen Ziele der Kooperation.

Durch die Ausführungen des Unfallforschers Markus Köbe, Audi Unfallforschung, konnten weitere interessante Einblicke zu Unfallursachen – speziell im Bereich der Krafträder gewonnen werden.

Die praktischen Vorführungen und Erklärungen der erfahrenen Trainer des ADAC boten einen anschaulichen Einblick in die Trainingsszenarien. Der ranghöchste Polizeibeamte aus der Oberpfalz, Polizeipräsident Gerold Mahlmeister, ließ es sich dabei nicht nehmen, selbst auf das motorisierte Zweirad zu steigen.

Die Beteiligten setzen im Rahmen der Prävention unter anderem auf regionale Veranstaltungen und Präsentationen und werden künftig bei verschiedenen Möglichkeiten in der Öffentlichkeit präsent sein, um die Menschen direkt zu erreichen. Zudem werden Schwerpunktkontrollen mit Beteiligung der Kontrollgruppe Motorrad durchgeführt.

Neben verschiedenen Informationsmaterialien und kleinen nützlichen Präsenten wird auch ein Gewinnspiel angeboten. Dabei sind fünf spezielle Fahrsicherheitstrainings des ADAC und weitere fünf Trainings der Deutschen Verkehrswacht aus der Aktion „Mobil bleiben, aber sicher!“ zu gewinnen.


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