19.02.2019, 10:46 Uhr

JU zu Besuch im Gemeinsamen Zentrum – „Europa ist Garant unserer Sicherheit“

Der Europakandidat und JU-Oberpfalz-Vorsitzende Christian Doleschal zusammen mit dem Schwandorfer Oberbürgermeister Andreas Feller und den Vertretern des Gemeinsamen Zentrums, Rudolf Stadler (links), Markus Leitl (2. von rechts) und Jürgen Dodell (rechts). (Foto: JU Oberpfalz)Der Europakandidat und JU-Oberpfalz-Vorsitzende Christian Doleschal zusammen mit dem Schwandorfer Oberbürgermeister Andreas Feller und den Vertretern des Gemeinsamen Zentrums, Rudolf Stadler (links), Markus Leitl (2. von rechts) und Jürgen Dodell (rechts). (Foto: JU Oberpfalz)

Die JU Oberpfalz tauschte sich in Schwandorf mit Vertretern der bayrischen, der tschechischen und der Bundespolizei über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus.

SCHWANDORF Der Bezirksvorstand der Jungen Union Oberpfalz hat sich am Mittwoch, 13. Februar, in Schwandorf mit der Führung des „Gemeinsamen Zentrums der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit Petrovice – Schwandorf“ im Rahmen des „Oberpfälzer Zukunftskreises“ getroffen und sich über die Zusammenarbeit im Grenzraum informiert.

„Vom scheinbar unüberwindbaren Hindernis zur gemeinsamen Polizeiarbeit“ – so könne man ganz einfach beschreiben, wie sich die Polizeiarbeit an der deutsch-tschechischen Grenze seit Wegfall der Grenzkontrollen und dem Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union entwickelt habe. Dies vermittelte Polizeioberrat Jürgen Dodell, Deutscher Koordinator am Gemeinsamen Zentrum, in seinem Impulsvortrag vor den Oberpfälzer Jungpolitikern der Jungen Union. Deren Vorsitzender, Christian Doleschal, kandidiert auf dem aussichtsreichen Platz 5 bei der Europawahl und engagiert sich sehr für ein gutes deutsch-tschechisches Verhältnis. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Schwandorf, Andreas Feller, und die dritte Bürgermeisterin sowie CSU-Ortsvorsitzende, Martina Englhardt-Kopf, ließen sich die Teilnahme an diesem spannenden Treffen nicht nehmen.

Die Zusammenarbeit gehe, so Dodell, sogar so weit, dass in der sogenannten „Nacheile“ deutsche Polizisten Flüchtige über die Grenze auch noch in Tschechien, meist gemeinsam mit den dortigen Kollegen, verfolgen dürften. Aus der Praxis habe es einen Fall gegeben, in dem eine solche Nacheile bis kurz vor Prag gegangen sei. Dies gelte natürlich umgekehrt auch für tschechische Polizisten auf deutschem Gebiet.

Möglich werde das durch den Deutsch-Tschechischen Polizeivertrag aus dem Jahr 2015. Ohne diesen müsste nämlich jede Anfrage auf dem sogenannten „Zentralstellenweg“ über das BKA in Wiesbaden und das Polizeipräsidium in Prag hin zur örtlichen Polizei in Tschechien laufen. Das benötige aber Zeit. So könnten solche Anfragen schon einmal mehrere Wochen in Kauf nehmen. Darum laufen jetzt die Gesuche aus den als „Grenzgebiet“ definierten Bundesländern Bayern und Sachsen direkt über das Gemeinsame Zentrum. Dieses diene, so Dodell, als länderübergreifender Informationsknotenpunkt, der mit seinem Herzstück, dem Dauerdienst, rund um die Uhr für tschechische und bayerische Polizisten erreichbar ist.

Oberbürgermeister Feller zeigte sich sehr zufrieden und froh über die hervorragende Arbeit der Beamten vom Gemeinsamen Zentrum. „Man merkt bei Ihnen, da steckt richtig Herzblut drin.“, lobte er die Polizisten. Er selbst freue sich auch über die vielen internationale Gäste, die wegen des Zentrums nach Schwandorf kommen. Zuletzt dankte er auch der Jungen Union. Es sei immens wichtig, dass sich der politische Nachwuchs für dieses Thema interessiere.

Der Europakandidat Christian Doleschal bedankte sich für den spannenden Einblick in die Arbeit der Polizisten. Mit solcher Begeisterung am Werk fühle man sich als Bürger in sehr guten Händen. Dies zeige auch noch einmal, dass der bayerischen Polizei der Rücken gestärkt werden müsse und sie nicht, wie durch die Diskussionen um das Polizeiaufgabengesetz, unter Generalverdacht gestellt werden dürfe. Das Gemeinsame Zentrum sei deshalb eine wichtige Einrichtung für die Oberpfalz und darüber hinaus, da es zeige, dass ein Mehr an Europa auch ein Mehr an Sicherheit bedeute. Denn gerade in den vergangenen Jahren sei die Kriminalität im grenznahen Raum deutlich gesunken, und daran habe das Gemeinsame Zentrum wesentlichen Anteil. Doleschal schloss: „Europa ist der Garant unserer Sicherheit.“


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