13.01.2019, 18:01 Uhr

Katastrophenalarm Schwandorfer THWler helfen im Kampf gegen die Schneemassen


Seit Tagen schneit es in vielen Regionen Bayerns fast ununterbrochen. Der nasse, schwere Schnee bringt viele Dächer und Bäume an ihre Belastungsgrenze. Ganze Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten. Um den Schneemassen Herr zu werden, wurde bereits in fünf Landkreisen an den Alpen und im Alpenvorland der Katastrophenalarm ausgerufen.

SCHWANDORF Der Zugtrupp des THW Schwandorf erhielt Donnerstagabend, 10. Januar, den Einsatzauftrag für den Landkreis Traunstein. Nach einer Lagebesprechung am Freitagmorgen vor Ort, bildeten die Schwandorfer Kräfte unter der Führung des Schwandorfer Zugführers Alexander Würsching eine Untereinsatzabschnittsleitung (UEAL) für die Beräumung der Dächer. Zudem unterstützt man weitere THW-Kräfte bei der Freilegung von Hydranten und eingeschneiten Fahrzeugen.

Freitagabend, 11. Januar, erhielt die erste Bergungsgruppe des THW Schwandorf den Einsatzauftrag für den Landkreis Berchtesgaden. Samstagfrüh um 4 Uhr machten sich neun Helfer auf den Weg, um bei der Beräumung der Dächer zu unterstützen.

Auch am Samstag, 12. Januar, waren die Helfer im Katastrophengebiet im Einsatz. Am Nachmittag wurde der Zugtrupp nach Berchtesgaden verlegt, wo bereits die erste Bergungsgruppe tätig ist. Dort werden sie wieder die Führung verschiedener Einheiten übernehmen. In den letzten Tagen haben sie in Reit im Winkl täglich bis zu 100 Kräfte von Feuerwehr und THW koordiniert, um Gebäude und wichtige Infrastruktur von den Schneemassen zu befreien.

Kurzzeitig waren die Einsatzkräfte aufgrund der Lawinengefahr von der Außenwelt abgeschnitten. Nach kontrollierten Lawinensprengungen war aber die Verbindungsstraße wieder passierbar.


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