13.01.2019, 17:32 Uhr

Führungs- und Muskelarbeit Schneekatastrophe spitzt sich weiter zu – 20 THWler aus Weiden helfen in Südbayern


Die Wetterlage hat sich in den letzten Tagen dramatisch zugespitzt: Die Befreiung der Dächer von den Schneemassen hat höchste Priorität. Das THW wird voraussichtlich bis Ende der kommenden Woche ununterbrochen im Einsatz sein. Der Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) hat inzwischen 20 Einsatzkräfte nach Südbayern entsandt.

WEIDEN Bereits seit Freitagabend ist die erste Bergungsgruppe des Ortsverbands Weiden in Oberammergau damit beschäftigt, mehrere Flachdächer von den Schneemassen zu befreien. Einsetzender Regen und Tauwetter unter 1.000 Metern Höhe macht den Schnee inzwischen sehr schwer, was die Beseitigung zu einem Kraftakt für die THW-Einsatzkräfte werden lässt. Im Laufe des Samstags wurde auch die Fachgruppe Räumen sowie der Zugtrupp als Führungseinheit aus Weiden angefordert. Diese müssen nach Berchtesgaden ausrücken, um dort Straßen und Wege sowie vor allem Dächer zu räumen. Alleine im Berchtesgadener Land wurden rund 500 Gebäude durch die enormen Dachlasten als gefährdet eingestuft.

Führungs- und Muskelarbeit

Die 20 Helferinnen und Helfer aus Weiden sind neben den Räumaufgaben auch mit Führungsaufgaben im Einsatzgebiet beschäftigt. Die Gruppenführer Falco Bauer und Markus Koller führen die operativen Einheiten. Zugführer Heiko Engelbrecht ist mit seinem Zugtrupp unterwegs. Der Ortsbeauftrage Andreas Duschner wurde in die Dienststelle des TH-Landesbeauftragten nach München entsandt, um dort den Leitungs- und Koordinierungsstab zu unterstützen. Die Kräfte aus Weiden planen für Mittwoch auch noch einen teilweisen Austausch der eingesetzten Kräfte, da sich der Einsatz voraussichtlich bis Ende der Woche zieht.

Besonderer Dank an die Arbeitgeber

Das THW bedankt sich in diesem Zusammenhang bei den Arbeitgebern und bei den Familien der THW-Helferinnen und -Helfer, die seit einer Woche stark im Einsatz eingebunden sind. Schnelle und unbürokratische Freistellungen haben diesen Einsatz erst ermöglicht, betont der Ortsbeauftragte Andreas Duschner.


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